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Kreislaufwirtschaft zum Anfassen
STC und Lindner setzen bei Projekt „Am Kempelenpark“ auf Re-Use von Materialien.
Nachhaltigkeit beginnt dort, wo bestehende Ressourcen nicht als Abfall betrachtet, sondern als wertvolle Materialien für die Zukunft genutzt werden. Mit Am Kempelenpark entsteht auf einem früheren Industrie- und Forschungsareal ein zukunftsweisendes Quartier mit großem öffentlichem Park und Altbaumbestand, das Leben, Arbeiten, Bildung und Freizeit harmonisch vereint. Bei der Entwicklung des neuen Stadtquartiers setzt die STC Immobiliengruppe auf einen verantwortungsvollen Umgang mit bestehenden Ressourcen, beispielsweise durch die Wiederverwertung von Baumaterialien aus den ehemaligen Büro- und Gewerbebauten.
Re-Use: Neues Leben für hochwertige Materialien
Bereits zum zweiten Mal wird das erfolgreiche Re-Use-Konzept beim Projekt in enger Kooperation mit der Lindner Gruppe in die Praxis umgesetzt. Im Zuge der laufenden Rückbauarbeiten werden bestehende Doppelbodenplatten aus den 1980er-Jahren sorgfältig und materialschonend geerntet. Nach der Entfernung des vorhandenen Teppichbelags werden die Platten aufbereitet und für den Einsatz in einem anderen Bauprojekt vorbereitet. Anstatt als Bauabfall entsorgt zu werden, bleiben die hochwertigen Materialien im Kreislauf. Dadurch wird ihre Lebensdauer deutlich verlängert und der Einsatz neuer Ressourcen reduziert.
Initiiert wurde die langjährige Zusammenarbeit durch die STC Immobiliengruppe: Bereits 2023 trat das Projektteam erstmals an die Lindner Gruppe heran, um den Wiederverwertungsansatz von der Theorie in die praktische Umsetzung zu bringen. Lindner konnte dabei auf bereits vorhandene Erfahrung und ein praxiserprobtes Re-Use-Konzept für Doppelbodenplatten zurückgreifen. Das gemeinsam gestartete Projekt war auf ganzer Linie erfolgreich. Damals konnten rund 5.500 m² der Doppelbodenplatten wiederverwertet werden. Bei der aktuellen Fortsetzung des Re-Use-Projekts werden nun weitere 8.500 m² aufbereitet und wertvolle Ressourcen im Kreislauf gehalten.
Vor Ort konnte sich STC-Geschäftsführer Matthias Waibel zusammen mit Harald Mezler-Andelberg, Geschäftsführer der Lindner GmbH, während der laufenden Arbeiten persönlich ein Bild davon machen, wie Kreislaufwirtschaft im Bauwesen praktisch funktioniert: „Für uns ist das weit mehr als Recycling. In vielen Gebäuden, die nicht saniert oder sinnvoll umgebaut werden können, steckt ein enormes Potenzial an hochwertigen Materialien. Diese Ressourcen einfach zu entsorgen, entspricht nicht unserem Verständnis von nachhaltiger Projektentwicklung. Deshalb haben wir gemeinsam mit unserem Partner, der Lindner Gruppe, bereits vor einigen Jahren begonnen, diese konkrete Re-Use-Lösung umzusetzen.“
„Mit dem Re-Use von Doppelbodenplatten zeigen wir beim AM kempelenpark, wie Kreislaufwirtschaft im Bauwesen konkret funktionieren kann. Lindner hat dieses Konzept bereits seit 2020 entwickelt und ab 2021 in Österreich erfolgreich in die Praxis umgesetzt – umso mehr freut es uns, diese Erfahrung nun gemeinsam mit STC in diesem Projekt auf einen neuen Level zu heben. So bleiben hochwertige Materialien im Kreislauf, Ressourcen werden geschont und die Lebensdauer bewährter Produkte deutlich verlängert“, so Mezler-Andelberg.
Kreislaufwirtschaft wird zum Zukunftsthema
Für die Herstellung von Baustoffen werden traditionell große Mengen an Rohstoffen und Energie benötigt, während bei Umbauten, Sanierungen und Rückbauprojekten ohne entsprechende Konzepte erhebliche Mengen an Bauabfällen entstehen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Kreislaufwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, Materialien und Bauteile möglichst lange zu nutzen, kostbare Rohstoffe einzusparen sowie Abfallmengen und Energieaufwand zu reduzieren. Gerade Bestandsgebäude bieten hierfür großes Potenzial. Viele Bauteile verfügen auch nach Jahrzehnten noch über eine hohe technische Qualität und können nach entsprechender Aufbereitung in neuen Projekten eingesetzt werden. Re-Use geht dabei deutlich über klassisches Recycling hinaus: Materialien werden nicht zu neuen Rohstoffen verarbeitet, sondern in ihrer bestehenden Form weiterverwendet.
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AutorRedaktion
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