Marktimmomedien.atimmoflash.at
/ Lesezeit 1 min
Leerstandsabgabe bleibt Ladenhüter
Geringe Einnahmen, viele Ausnahmen
Zwei Jahre nach der gesetzlichen Vereinfachung durch eine Verfassungsnovelle 2024 bleibt die Leerstandsabgabe ein Flickenteppich. Das beriuchtete bereits heute Früh das Immoflash Morgenjournal. Mehrere Bundesländer – darunter Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Burgenland – verzichten weiterhin auf eine solche Abgabe. Dort, wo sie eingehoben wird, fallen die Einnahmen meist gering aus. Zudem fehlt vielerorts eine belastbare Datenbasis.
Als Vorreiter gilt Salzburg. Seit Anfang 2023 können Gemeinden zwischen 400 und 5.000 Euro pro leer stehender Wohnung einheben. 2023 wurden landesweit 7.348 Leerstände erfasst, in 5.236 Fällen Ermittlungsverfahren eingeleitet. 69,7 Prozent davon fielen unter Ausnahmen. Die Einnahmen beliefen sich für abgeschlossene Verfahren auf 74.600 Euro, weitere rund 34.000 Euro werden aus offenen Verfahren erwartet. In der Stadt Salzburg wurden 2024 und 2025 zusammen rund 96.000 Euro vorgeschrieben. Mehrere Bürgermeister kritisieren den Verwaltungsaufwand im Verhältnis zu den Erträgen.
In Tirol gilt seit 2026 eine Neuregelung. 154 von 277 Gemeinden haben eine Abgabe beschlossen, meist mit dem Höchstsatz von 30 Prozent des Basismietwerts. Laut Umfrage vom Sommer 2025 wurden 1.202 Wohnungen gemeldet, 986 davon mit Ausnahmetatbestand. Die Einnahmen lagen bei 384.000 Euro, Spitzenreiter waren Going am Wilden Kaiser (81.540 Euro) und Innsbruck (77.920 Euro).
In der Steiermark ist die Zukunft der Abgabe offen. Die seit 2022 bestehende Regelung könnte laut Regierungsprogramm bis 2029 wieder abgeschafft werden. Die Höchstgrenze liegt hier bei zehn Euro pro Quadratmeter. In Vorarlberg wurde die Leerstandsabgabe über das Zweitwohnsitzabgabegesetz geregelt, konkrete Einnahmenzahlen sind bislang nicht öffentlich.
Kärnten setzt stattdessen auf eine neue Zweitwohnungsabgabe, die ab 2027 bis zu 15 Mio. Euro jährlich bringen soll.
Die Bilanz zeigt: Trotz politischer Debatten bleibt die fiskalische Wirkung überschaubar. Ob die Abgabe tatsächlich zur Mobilisierung von Wohnraum beiträgt, ist angesichts hoher Ausnahmeraten und lückenhafter Registerdaten weiter offen – ein Befund, der auch für Investoren und Projektentwickler relevant bleibt.
Als Vorreiter gilt Salzburg. Seit Anfang 2023 können Gemeinden zwischen 400 und 5.000 Euro pro leer stehender Wohnung einheben. 2023 wurden landesweit 7.348 Leerstände erfasst, in 5.236 Fällen Ermittlungsverfahren eingeleitet. 69,7 Prozent davon fielen unter Ausnahmen. Die Einnahmen beliefen sich für abgeschlossene Verfahren auf 74.600 Euro, weitere rund 34.000 Euro werden aus offenen Verfahren erwartet. In der Stadt Salzburg wurden 2024 und 2025 zusammen rund 96.000 Euro vorgeschrieben. Mehrere Bürgermeister kritisieren den Verwaltungsaufwand im Verhältnis zu den Erträgen.
In Tirol gilt seit 2026 eine Neuregelung. 154 von 277 Gemeinden haben eine Abgabe beschlossen, meist mit dem Höchstsatz von 30 Prozent des Basismietwerts. Laut Umfrage vom Sommer 2025 wurden 1.202 Wohnungen gemeldet, 986 davon mit Ausnahmetatbestand. Die Einnahmen lagen bei 384.000 Euro, Spitzenreiter waren Going am Wilden Kaiser (81.540 Euro) und Innsbruck (77.920 Euro).
In der Steiermark ist die Zukunft der Abgabe offen. Die seit 2022 bestehende Regelung könnte laut Regierungsprogramm bis 2029 wieder abgeschafft werden. Die Höchstgrenze liegt hier bei zehn Euro pro Quadratmeter. In Vorarlberg wurde die Leerstandsabgabe über das Zweitwohnsitzabgabegesetz geregelt, konkrete Einnahmenzahlen sind bislang nicht öffentlich.
Kärnten setzt stattdessen auf eine neue Zweitwohnungsabgabe, die ab 2027 bis zu 15 Mio. Euro jährlich bringen soll.
Die Bilanz zeigt: Trotz politischer Debatten bleibt die fiskalische Wirkung überschaubar. Ob die Abgabe tatsächlich zur Mobilisierung von Wohnraum beiträgt, ist angesichts hoher Ausnahmeraten und lückenhafter Registerdaten weiter offen – ein Befund, der auch für Investoren und Projektentwickler relevant bleibt.
Registrieren. Weiterlesen. Vorteile genießen.
Egal ob Sie exklusive Artikel, ein Unternehmensprofil anlegen oder Applikationen wie unser interaktives Firmenbuch nutzen wollen. Wir haben garantiert das richtige Abo-Paket für Ihre Zwecke parat.
Ihre Vorteile
- Erstellen eines ausführlichen Personenprofils
- Testweise 3 Immobilien Magazin Printausgaben
- Lesezeichen für Artikel, Jobs und Events
- Erstellen von Pressemitteilungen, Events und Jobs
- Erstellen eines ausführlichen Firmenprofils
- Schalten Sie über unsere Abonnements weitere Funktionen frei und erhalten Sie den vollen Zugang zu allen Artikeln!
Pro Abo
120,- € / Jahr exkl. MwSt.
Unlimitierter Zugang zu allen Leistungen inkl. 5 Personen Abos
Vorteile entdeckenPremium Abo
1.200,- € / Jahr exkl. MwSt.
Erstellen Sie Ihr ausführliches Personenprofil, Zugang zum digitalen Immobilien Magazin
Vorteile entdeckenSP
AutorStefan Posch
Tags
leerstandsabgabe
Leerstand
Österreich
Weitere Artikel