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Massiv Modul aus dem Setztkasten

ESG | Projekt

In Pfaffenhofen (Bayern) entstand in modularer Massivbauweise ein dreigeschoßiges Gebäude mit 13 Wohneinheiten.
Im bayerischen Pfaffenhofen an der Ilm realisierte die Max Bögl Modul AG im Auftrag der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WBG ein dreistöckiges Wohngebäude mit 13 geförderten Wohneinheiten in modularer Bauweise. Ziel des Projektes ist es, bezahlbaren Wohnraum möglichst wirtschaftlich und zugleich qualitativ hochwertig bereitzustellen. Für die Heizungs- und Lüftungstechnik kamen Produkte von Kermi zum Einsatz.
Das modulare Wohnungsbausystem „maxmodul“ von Max Bögl ist der Kern dieses Projekts. Gerade im geförderten Wohnungsbau bietet diese Modulbauweise Vorteile: standardisierte Abläufe, verlässliche Kostenstrukturen und kurze Realisierungszeiten bei gleichzeitig hoher architektonischer und funktionaler Qualität.

„Der Modulbau ermöglicht es uns, geförderten Wohnraum nicht nur schnell und effizient, sondern auch mit viel Einfühlungsvermögen und Verantwortung zu schaffen. Bereits in der frühen Planungsphase stimmen wir die Grundrisse eng mit der Förderstelle für sozialen Wohnungsbau ab – und bringen dabei unsere eigenen Anforderungen ein, die sich aus den individuellen Bedürfnissen unserer zukünftigen Mieterinnen und Mieter ergeben“, erklärt Birgit Mitterhuber, Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft WBG.

Für das Projekt wurden innerhalb von fünf Wochen 60 bereits vollständig ausgebaute Raummodule in der werkseigenen Baufabrik von Max Bögl vorgefertigt. Parallel konnten auf der Baustelle die vorbereitenden Maßnahmen erfolgen. Die Montage vor Ort dauerte lediglich etwa eineinhalb bis zwei Wochen. So stand das Gebäude in kürzester Zeit schlüsselfertig zur Verfügung.
Haustechnik
gleich mitgeliefert

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Projekts ist der hohe Vorfertigungsgrad – nicht nur der Baukörper selbst, sondern auch der haustechnische Ausbau wurde auf serielle Prozesse abgestimmt. Kermi arbeitet bereits seit 2018 mit Max Bögl im modularen Wohnungsbau zusammen und bietet eine Produktrange mit hohem Vorfertigungsgrad und Einbauflexibilität. Die Komponenten werden weitgehend vormontiert geliefert und können schon in der Fabrik präzise eingebaut werden.

Jede Wohnung erhielt eine eigene Kermi x-net Wohnungsstation zur dezentralen Warmwasserbereitung und Wärmeverteilung. Dadurch entfällt eine zentrale Warmwasserspeicherung mit aufwendigen Verteilleitungen. Durch eine optimierte Platzierung der Stationen konnte auf eine Zirkulationsleitung verzichtet werden. Eine speziell entwickelte Grundplatte reduzierte den Montageaufwand und erleichterte die Integration in den standardisierten Modulaufbau.
Die Flächenheizung wurde systematisch in das modulare Konzept eingebunden. Eine integrierte Regelleiste übernimmt automatisch den hydraulischen Abgleich, wodurch manuelle Einstellungen entfallen. Ergänzend sorgen elektrische Heizkörper in den Bädern für zusätzlichen Komfort. Im Untergeschoß kommt eine Fußbodenheizung zum Einsatz, die sich flexibel in die Fertigteilkonstruktion integrieren lässt. Das x-net C12 Tackersystem, das sich optimal für Nassestriche eignet, ermöglichte eine schnelle und flexible Montage
Auch bei der Lüftung setzt man auf ein dezentrales, modulgeeignetes System. x-well A20 Einrohrlüfter in den Bädern führen verbrauchte Luft ab, während die Außenwanddurchlässe x-well ALD11 gefilterte Frischluft nachströmen lassen. Diese Komponenten werden raumweise installiert. Das Ergebnis ist eine einfache, kostengünstige Installation bei gleichzeitig hoher Raumluftqualität und Schutz der Bausubstanz.
Das Projekt in Pfaffenhofen zeigt, wie sich sozialer Wohnungsbau durch industrielle Vorfertigung effizient realisieren lässt. Die Modulbauweise verkürzt Bauzeiten drastisch, schafft Planungssicherheit und ermöglicht einen hohen Qualitätsstandard.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 11. März 2026 - zuletzt bearbeitet am 11. März 2026


BF
AutorBarbara Fürst
Tags
Projekt
Modulbauweise
Wohnraum
Wohnungsbau
Immomedien
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