Nachhaltige Workwear in UK ausgezeichnet
Workwear-Hersteller Fristads gewinnt „Manufacturer of the Year“ bei den UK Green Business Awards
Der schwedische Hersteller Fristads ist bei den UK Green Business Awards 2026 in London als „Manufacturer of the Year“ ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte damit das Konzept, die Umweltbelastung beruflicher Bekleidungssysteme durch langlebiges Design, transaktionale Umweltdaten und zirkuläre Dienstleistungen messbar zu senken. Der Produzent setzte sich in einem breiten Bewerberfeld gegen hunderte Mitbewerber durch und fungierte auf der Veranstaltung zeitgleich als Hauptsponsor. Für Planer:innen und Entscheider:innen in der Gebäudetechnik gewinnt die ökologische Bilanzierung der eingesetzten Ausrüstung im Zuge verschärfter ESG-Vorgaben zunehmend an Relevanz.
„In einer Kategorie, die erneut zeigt, wie stark der grüne Fertigungssektor wächst“, erklärte die Jury, „überzeugte das Unternehmen die Jury mit einer umfassenden Strategie, die ehrgeizige wissenschaftsbasierte Emissionsziele, innovative nachhaltige Materialien und einen vollständigen Lebenszyklus-Ansatz zur Umweltbilanzierung kombiniert, um Kunden dabei zu helfen, ihre Emissionen deutlich zu reduzieren.“
Transparenz durch Umweltproduktdeklarationen
Ein wesentlicher Faktor für die Juryentscheidung war der konsequente Einsatz von Environmental Product Declarations (EPD) im Textilbereich. Diese unabhängig verifizierten Deklarationen liefern quantitative Daten über die Umweltwirkungen eines Bekleidungsstücks entlang seines gesamten Lebenszyklus. Für Facility Manager und Bauträger erleichtern diese standardisierten Datensätze den fundierten Vergleich von Beschaffungsoptionen sowie die präzise Erfassung von Scope-3-Emissionen innerhalb der betrieblichen Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Erstmalige Zertifizierung im Schutzbekleidungssegment
Mit der Produktlinie Multinorm Green bietet der Hersteller erstmals eine Arbeitsbekleidungskollektion mit einer EPD im Segment der Schutzbekleidung an. Diese Linie richtet sich an Fachkräfte in Hochrisikoumgebungen, wie sie typischerweise bei der Montage und Wartung komplexer gebäudetechnischer Anlagen anzutreffen sind. Das Konzept kombiniert erhöhte Langlebigkeit mit dem Einsatz ressourcenschonender Materialien, ohne die erforderlichen Schutzfunktionen einzuschränken.
Zirkuläre Services verlängern Produktlebenszyklen
Ergänzend zum Materialeinsatz gewinnt die Nutzungsphase der Textilien an Bedeutung. Das Dienstleistungskonzept „Sustainability as a Service“ umfasst strukturierte Prozesse für die Reparatur, Wiederverwendung und das anschließende Recycling der Arbeitskleidung. Durch diesen zirkulären Ansatz lassen sich Abfallströme verringern und die Nutzbarkeitsdauer der Ausrüstung verlängern, was für ausführende Betriebe und Dienstleister:innen direkte wirtschaftliche wie ökologische Vorteile bietet.
„Wir sind unglaublich stolz, diesen Preis zu erhalten“, sagte Petra Öberg Gustafsson, Managing Director bei Fristads. „Für uns ist Nachhaltigkeit keine separate Initiative, sondern ein integraler Bestandteil unserer Produktentwicklung, unserer Zusammenarbeit mit Partner:innen sowie unserer Unterstützung für unsere Kunden. Diese Auszeichnung ist ein Beweis für das Engagement unserer Mitarbeitenden und Partner:innen sowie für unseren Anspruch, die Arbeitsbekleidungsbranche in eine nachhaltigere Zukunft zu führen.“
Relevanz für Beschaffung und Bilanzierung
„Als Hersteller wissen wir, dass unser größter Einfluss in unseren Produkten liegt und darin, unsere Kunden bei besseren Entscheidungen zu unterstützen“, betonte Gustafsson abschließend. „Diese Auszeichnung ist besonders bedeutsam, weil sie die Wichtigkeit messbarer Nachhaltigkeit hervorhebt. Durch transparente, verifizierte Daten und praktische zirkuläre Lösungen wollen wir nicht nur unsere eigenen Auswirkungen reduzieren, sondern auch positive Veränderungen in der gesamten Branche vorantreiben.“
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