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Positver Ausblick bei Winterseminarwoche
Frühlingserwachen, aber kein heißer Sommer erwartet
Eine Legende geht diese Woche in die nächste Runde: Die Winterseminarwoche der ÖVI läuft seit Montag und noch bis morgen, Freitag. Neben der erklärten Ziel, die Mitglieder untereinander noch besser zu vernetzen (und damit letztlich neue Geschäftsmöglichkeiten zu eröffnen) steht neben Sport und Spaß auch ein hochkarätiges Seminarangebot auf dem Programm. Und das mit sich verbessernden Ausblicken.
„Schwerpunkt der Themen sind einmal mehr die wirtschaftlichen Unsicherheiten, mit den die Branche zu kämpfen hat“, so ÖVI Präsident Georg Flödl. Eine von Agenda Austria erstellte Analyse zu den Mietwohnungsmärkten hat einmal mehr die Bedeutung der privaten Immobilieneigentümer als wesentlicher Player für die Wohnraumversorgung in Österreich unterstrichen. Sowohl im Gemeinnnützigen Sektor als auch im Bereich der privaten Vermieter sind Haushalte unabhängig von der Einkommenssituation
gleichermaßen vertreten.
Gestern Nachmittag ließ der Finanzierungsausblick von Roman Eisenmagen (Erste Bank) und Bernulf Bruckner (LRTC) die Sorgenfalten der anwesenden ÖVI-Mitglieder eher zunehmen. Der Zugang zu Immobilienfinanzierung wird tendenziell schwieriger und aufgrund steigender Eigenkapitalunterlegung auch teurer und - noch schlechter - auch zunehmend selektiv. Eisenmagen: "Das Immobiliengeschäft gehört wieder den Profis und die Banken schauen immer mehr auf den Trackrecord der Kreditnehmer. Etablierte und erfahrene Unternehmen werden wohl weiter finanziert, für Neueinsteiger wird es zunehmend schwieriger."
Demgegenüber lässt Matthias Reith, Senior Ökonom bei Raiffeisen Research, eine vorsichtig leicht positiven Zukunftsausblick erhoffen. Konkret: Nach einem massiven Markteinbruch (Transaktionen: minus 50 %, Baugenehmigungen: minus 40 %, Wohnbaufinanzierung: minus 60 %) sollte die Talsohle allen ungünstigen Rahmenbedingungen zum Trotz durchschritten sein.
Aber: Solte der Irankrieg noch mehrere Wochen anhalten, sind längerfristig (zu) hohe Ölpreise wohl unvermeidlich. Wird das jetzt zu einem neuen inflationären Flächenbrand (und damit unvermeidlich wieder steigenden Zinsen) führen? Nein, sagt Reith. Denn die letzte rapide Inflation hatte nicht nur die Ukraine-bedingt, sondern überschiessende Coronahilfen samt Nullzinsen.
Genau das ist jetzt nicht der Fall. Und damit könnte das Zinsniveau in etwa stabil bleiben, respektive nur gering steigen. Reith rechnet für dieses Jahr für rund 2 %. Sollten die Energiepreise jedoch weiter stark steigen, könnte der Leitzins wieder auf 3 % steigen, aber die 4 % der zurückliegenden Jahre hält Reith für eher ausgeschlossen.
„Dennoch gibt es Zuversicht“, so Georg Flödl abschließend: Inflationsbereinigt haben sich die Preise real um 20% vermindert. Die Leistbarkeit bei gleichzeitig stark gestiegenen Löhnen ist wieder stärker gegeben. Waren 2022 noch 11 Jahresnetto-Haushaltseinkommen erforderlich, sind es derzeit nur 8 Jahres-Haushaltseinkommen. „Wenn die Zinsenlandschaft stabil bleibt,
wird das Geschäft wieder deutlich angekurbelt werden. “
Mit anderen Worten: Ein durchschnittlicher Hauskauf kostet noch vor wenigen Jahren elf Jahreshaushaltseinkommen, sind es heute nur acht. Gleichzeitig ist das Angebot an Wohnungen in Österreich massiv eingebrochen, die Neuproduktion um ein Viertel! So viel wie ausser in Finnland nirgendwo in Europa. Eine weitere nicht aufhaltbare Konsequenz: Die Mieten werden weiter steigen.
„Schwerpunkt der Themen sind einmal mehr die wirtschaftlichen Unsicherheiten, mit den die Branche zu kämpfen hat“, so ÖVI Präsident Georg Flödl. Eine von Agenda Austria erstellte Analyse zu den Mietwohnungsmärkten hat einmal mehr die Bedeutung der privaten Immobilieneigentümer als wesentlicher Player für die Wohnraumversorgung in Österreich unterstrichen. Sowohl im Gemeinnnützigen Sektor als auch im Bereich der privaten Vermieter sind Haushalte unabhängig von der Einkommenssituation
gleichermaßen vertreten.
Gestern Nachmittag ließ der Finanzierungsausblick von Roman Eisenmagen (Erste Bank) und Bernulf Bruckner (LRTC) die Sorgenfalten der anwesenden ÖVI-Mitglieder eher zunehmen. Der Zugang zu Immobilienfinanzierung wird tendenziell schwieriger und aufgrund steigender Eigenkapitalunterlegung auch teurer und - noch schlechter - auch zunehmend selektiv. Eisenmagen: "Das Immobiliengeschäft gehört wieder den Profis und die Banken schauen immer mehr auf den Trackrecord der Kreditnehmer. Etablierte und erfahrene Unternehmen werden wohl weiter finanziert, für Neueinsteiger wird es zunehmend schwieriger."
Demgegenüber lässt Matthias Reith, Senior Ökonom bei Raiffeisen Research, eine vorsichtig leicht positiven Zukunftsausblick erhoffen. Konkret: Nach einem massiven Markteinbruch (Transaktionen: minus 50 %, Baugenehmigungen: minus 40 %, Wohnbaufinanzierung: minus 60 %) sollte die Talsohle allen ungünstigen Rahmenbedingungen zum Trotz durchschritten sein.
Aber: Solte der Irankrieg noch mehrere Wochen anhalten, sind längerfristig (zu) hohe Ölpreise wohl unvermeidlich. Wird das jetzt zu einem neuen inflationären Flächenbrand (und damit unvermeidlich wieder steigenden Zinsen) führen? Nein, sagt Reith. Denn die letzte rapide Inflation hatte nicht nur die Ukraine-bedingt, sondern überschiessende Coronahilfen samt Nullzinsen.
Genau das ist jetzt nicht der Fall. Und damit könnte das Zinsniveau in etwa stabil bleiben, respektive nur gering steigen. Reith rechnet für dieses Jahr für rund 2 %. Sollten die Energiepreise jedoch weiter stark steigen, könnte der Leitzins wieder auf 3 % steigen, aber die 4 % der zurückliegenden Jahre hält Reith für eher ausgeschlossen.
„Dennoch gibt es Zuversicht“, so Georg Flödl abschließend: Inflationsbereinigt haben sich die Preise real um 20% vermindert. Die Leistbarkeit bei gleichzeitig stark gestiegenen Löhnen ist wieder stärker gegeben. Waren 2022 noch 11 Jahresnetto-Haushaltseinkommen erforderlich, sind es derzeit nur 8 Jahres-Haushaltseinkommen. „Wenn die Zinsenlandschaft stabil bleibt,
wird das Geschäft wieder deutlich angekurbelt werden. “
Mit anderen Worten: Ein durchschnittlicher Hauskauf kostet noch vor wenigen Jahren elf Jahreshaushaltseinkommen, sind es heute nur acht. Gleichzeitig ist das Angebot an Wohnungen in Österreich massiv eingebrochen, die Neuproduktion um ein Viertel! So viel wie ausser in Finnland nirgendwo in Europa. Eine weitere nicht aufhaltbare Konsequenz: Die Mieten werden weiter steigen.
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AutorGerhard Rodler aus Kitzbühel
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