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Realisierungsstau im Wohnungsbau
Zigtausend geplante Wohnungen fehlen
Die Krise im Wohnungsbau verschärft sich praktisch von Monat zu Monat. Eine aktuelle Auswertung aus Deutschland untermauert einen beunruhigenden Trend, der gleichermaßen in Österreich vorhanden ist.
Wie eine Auswertung des „Development Monitors“ der Analysegesellschaft bulwiengesa zeigt, fehlen in Deutschland im Vergleich zu den Ende 2023 prognostizierten Fertigstellungen für Ende 2026 rund 9,4 Millionen Quadratmeter Wohnfläche. Dies entspricht einem Ausfall von 31 Prozent des damaligen Projektvolumens beziehungsweise rechnerisch etwa 125.000 Wohnungen.
Einen echten Umschwung signalisiert auch der Blick auf die aktuellen Zahlen zum Stichtag 30. Juni 2026 nicht. Zwar legte das erfasste Wohnprojektvolumen im Vergleich zum Jahresende 2025 leicht um 2,9 Prozent auf knapp 68 Millionen Quadratmeter zu – vor allem getrieben durch Projekte abseits der A- bis D-Städte (+6,6 Prozent). Allerdings befindet sich mit rund 31 Millionen Quadratmeter fast die Hälfte dieser Flächen erst in der konkreten Planung. Tatsächlich im Bau sind lediglich 15,5 Millionen Quadratmeter. Die Zahl der Baustarts liegt im Wohnsegment weiterhin rund 67 Prozent unter dem Höchststand des zweiten Quartals 2022.
Neben dem verzögerten Baubeginn, von dem knapp 29 Prozent des Wohnvolumens betroffen sind, steigen auch die Verspätungen bei den Fertigstellungen: Der Anteil kletterte im ersten Halbjahr 2026 auf 30 Prozent (2. Halbjahr 2025: 23 Prozent). Branchenvertreter führen diese Entwicklung auf anhaltend hohe Material- und Finanzierungskosten sowie fehlende bürokratische Erleichterungen zurück.
„Die Pipeline im Wohnsegment wird wieder etwas größer. Entscheidend ist aber, ob diese Projekte die Schwelle von der Planung in den Bau überwinden. Genau dort bleibt der Markt bislang hängen“, ordnet Felix Embacher, Geschäftsführer bei bulwiengesa, die Lage ein. BFW-Präsident Dirk Salewski fordert angesichts der Stagnation klare politische Impulse: „Wo bleibt das überfällige Gebäudetyp E-Gesetz? Zudem würde helfen: Anreize für Investitionen durch eine Sonder-Afa und weitere flankierende Maßnahmen.“
Während Wohnprojekte in den Pipelines rechnerisch zulegen, verzeichnen andere Assetklassen deutliche Rückgänge gegenüber Ende 2025: Das Projektvolumen für Büros sank um 5,7 Prozent auf 25,8 Millionen Quadratmeter, Logistik ging um 7,7 Prozent auf 50,2 Millionen Quadratmeter zurück und das Segment Seniorenwohnen gab um 8,4 Prozent auf 6,8 Millionen Quadratmeter nach.
Wie eine Auswertung des „Development Monitors“ der Analysegesellschaft bulwiengesa zeigt, fehlen in Deutschland im Vergleich zu den Ende 2023 prognostizierten Fertigstellungen für Ende 2026 rund 9,4 Millionen Quadratmeter Wohnfläche. Dies entspricht einem Ausfall von 31 Prozent des damaligen Projektvolumens beziehungsweise rechnerisch etwa 125.000 Wohnungen.
Einen echten Umschwung signalisiert auch der Blick auf die aktuellen Zahlen zum Stichtag 30. Juni 2026 nicht. Zwar legte das erfasste Wohnprojektvolumen im Vergleich zum Jahresende 2025 leicht um 2,9 Prozent auf knapp 68 Millionen Quadratmeter zu – vor allem getrieben durch Projekte abseits der A- bis D-Städte (+6,6 Prozent). Allerdings befindet sich mit rund 31 Millionen Quadratmeter fast die Hälfte dieser Flächen erst in der konkreten Planung. Tatsächlich im Bau sind lediglich 15,5 Millionen Quadratmeter. Die Zahl der Baustarts liegt im Wohnsegment weiterhin rund 67 Prozent unter dem Höchststand des zweiten Quartals 2022.
Neben dem verzögerten Baubeginn, von dem knapp 29 Prozent des Wohnvolumens betroffen sind, steigen auch die Verspätungen bei den Fertigstellungen: Der Anteil kletterte im ersten Halbjahr 2026 auf 30 Prozent (2. Halbjahr 2025: 23 Prozent). Branchenvertreter führen diese Entwicklung auf anhaltend hohe Material- und Finanzierungskosten sowie fehlende bürokratische Erleichterungen zurück.
„Die Pipeline im Wohnsegment wird wieder etwas größer. Entscheidend ist aber, ob diese Projekte die Schwelle von der Planung in den Bau überwinden. Genau dort bleibt der Markt bislang hängen“, ordnet Felix Embacher, Geschäftsführer bei bulwiengesa, die Lage ein. BFW-Präsident Dirk Salewski fordert angesichts der Stagnation klare politische Impulse: „Wo bleibt das überfällige Gebäudetyp E-Gesetz? Zudem würde helfen: Anreize für Investitionen durch eine Sonder-Afa und weitere flankierende Maßnahmen.“
Während Wohnprojekte in den Pipelines rechnerisch zulegen, verzeichnen andere Assetklassen deutliche Rückgänge gegenüber Ende 2025: Das Projektvolumen für Büros sank um 5,7 Prozent auf 25,8 Millionen Quadratmeter, Logistik ging um 7,7 Prozent auf 50,2 Millionen Quadratmeter zurück und das Segment Seniorenwohnen gab um 8,4 Prozent auf 6,8 Millionen Quadratmeter nach.
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AutorGerhard Rodler
Tags
Projekte
Analyse
Realisierungsstau
Wohnungsbau
BulwienGesa
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