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Wohnungsmarkt am Kipppunkt
ÖVI warnt vor Rückgang der Bautätigkeit
Die österreichische Immobilienbranche blickt mit Sorge auf die kommenden Jahre, da sich nach dem Ende der Nullzinsphase ein massives Angebotsdefizit abzeichnet. Beim 10. ÖVI Maklerdialog am 6. Mai 2026 diskutierten über 100 Experten über das Risiko eines strukturellen Wohnungsmangels, der ab 2026/27 voll durchschlagen könnte. Während sich die Nachfrage allmählich stabilisiert, sinkt die Neubauaktivität dramatisch, da die Märkte sich nach den Zinsanpassungen noch neu ordnen. Besonders deutlich wird dies am Beispiel Wien: Wurden im Jahr 2021 noch rund 15.200 Wohnungen fertiggestellt, werden für 2026 nur noch etwa 8.500 Einheiten erwartet, was einem Rückgang von fast 50 Prozent entspricht. Dieser Entwicklung steht ein jährlicher Bedarf von rund 12.000 Wohnungen gegenüber, getrieben durch das anhaltende Bevölkerungswachstum in Wien sowie in den Städten Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck.
Der Druck verlagert sich zunehmend auf den Mietmarkt, da Wohneigentum aufgrund des aktuellen Zinsniveaus und strenger Eigenkapitalanforderungen für viele Haushalte schwer finanzierbar bleibt. Die Analyse zeigt, dass die Zahl neu inserierter Mietwohnungen in Wien seit 2022 bereits um mehr als die Hälfte zurückgegangen ist. Sinkendes Angebot bei gleichzeitig wachsender Bevölkerung führt laut den Experten des Maklerdialogs unweigerlich zu einer verschärften Konkurrenz um verfügbaren Wohnraum. Am Eigentumsmarkt zeigt sich hingegen eine Stabilisierung, insbesondere bei gebrauchten Immobilien, wobei sich die Preise nominal konsolidieren und inflationsbereinigt bereits deutliche Korrekturen der vergangenen Überhitzung stattgefunden haben.
Im Bereich der Gewerbeimmobilien setzt sich ein Trend zur Qualität fort, bei dem hochwertige Büroflächen weiterhin gefragt sind und Spitzenmieten steigen, während sekundäre Standorte mit Leerständen und Finanzierungshürden kämpfen. Neben den Marktanalysen befasste sich die Veranstaltung auch mit technologischen und rechtlichen Innovationen. Themen wie der Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Immobiliensuche, datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen für Drohnenaufnahmen in Inseraten sowie aktuelle Änderungen im Wohnrecht und Fragen zur Wertsicherung von Mietverträgen standen auf der Agenda des Branchen-Updates.
Der Druck verlagert sich zunehmend auf den Mietmarkt, da Wohneigentum aufgrund des aktuellen Zinsniveaus und strenger Eigenkapitalanforderungen für viele Haushalte schwer finanzierbar bleibt. Die Analyse zeigt, dass die Zahl neu inserierter Mietwohnungen in Wien seit 2022 bereits um mehr als die Hälfte zurückgegangen ist. Sinkendes Angebot bei gleichzeitig wachsender Bevölkerung führt laut den Experten des Maklerdialogs unweigerlich zu einer verschärften Konkurrenz um verfügbaren Wohnraum. Am Eigentumsmarkt zeigt sich hingegen eine Stabilisierung, insbesondere bei gebrauchten Immobilien, wobei sich die Preise nominal konsolidieren und inflationsbereinigt bereits deutliche Korrekturen der vergangenen Überhitzung stattgefunden haben.
Im Bereich der Gewerbeimmobilien setzt sich ein Trend zur Qualität fort, bei dem hochwertige Büroflächen weiterhin gefragt sind und Spitzenmieten steigen, während sekundäre Standorte mit Leerständen und Finanzierungshürden kämpfen. Neben den Marktanalysen befasste sich die Veranstaltung auch mit technologischen und rechtlichen Innovationen. Themen wie der Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Immobiliensuche, datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen für Drohnenaufnahmen in Inseraten sowie aktuelle Änderungen im Wohnrecht und Fragen zur Wertsicherung von Mietverträgen standen auf der Agenda des Branchen-Updates.
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AutorStefan Posch
Tags
ÖVI Makler-Dialog
ÖVI
Wohnungen
Immobilienbranche
Wohnungsmangel
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