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Wie Graz den Wohn-Kollaps abwenden kann
Studie: Rezepte für die Murmetropole
Eco Austria legt eine umfassende Analyse des Grazer Wohnungsmarktes vor, die im Auftrag von ÖWG Wohnbau erstellt wurde. Die Untersuchung zeigt auf, wie leistbarer Wohnraum in der steirischen Landeshauptstadt trotz steigender Kosten und regulatorischer Hürden gesichert werden kann. Angesichts eines Bevölkerungswachstums von rund 18 Prozent zwischen 2010 und 2024 sowie Prognosen für eine weiterhin dynamische Entwicklung steht Graz unter massivem Handlungsdruck. Während die Nachfrage steigt, bremsen veränderte Finanzierungsbedingungen und Baukosten die Neubautätigkeit spürbar aus.
Die Studie bewertet Mietobergrenzen kritisch: Zwar entlasten sie Bestandsmieter kurzfristig, verknappen jedoch langfristig das Angebot und hemmen nötige Investitionen. Auch der Ausbau des kommunalen Wohnbaus wird als derzeit nicht tragfähig eingestuft. Graz ist gemessen an der Einwohnerzahl die am höchsten verschuldete Landeshauptstadt Österreichs; ein Neubau-Ausbau sei ohne vorherige Sanierung der Stadtfinanzen weder fiskalisch noch ökonomisch sinnvoll.
Als zentrales Instrument zur Stabilisierung wird der gemeinnützige Wohnbau identifiziert. Dieser schaffe Wohnraum nach dem Kostendeckungsprinzip, ohne das öffentliche Budget direkt zu belasten, und dämpfe zudem die Preise im privaten Segment. Ein gewaltiger Hebel liegt laut Eco Austria zudem in der Bebauungsdichte. Eine Anhebung der Dichte von 0,6 auf 1,2 würde auf gleicher Fläche statt acht rund 17 Wohneinheiten ermöglichen – ein kostenneutrales Werkzeug zur Angebotsausweitung.
Wohnbauinvestitionen fungieren darüber hinaus als Wirtschaftsmotor. Allein die Investitionen steirischer Gemeinnütziger von 466 Millionen Euro im Jahr 2024 sicherten österreichweit über 4.700 Arbeitsplätze. Mit einer regionalen Wertschöpfung von 1,15 Euro pro eingesetztem Fördereuro erweist sich die Wohnbauförderung als eine der effizientesten Formen öffentlicher Investition.
Die Studie bewertet Mietobergrenzen kritisch: Zwar entlasten sie Bestandsmieter kurzfristig, verknappen jedoch langfristig das Angebot und hemmen nötige Investitionen. Auch der Ausbau des kommunalen Wohnbaus wird als derzeit nicht tragfähig eingestuft. Graz ist gemessen an der Einwohnerzahl die am höchsten verschuldete Landeshauptstadt Österreichs; ein Neubau-Ausbau sei ohne vorherige Sanierung der Stadtfinanzen weder fiskalisch noch ökonomisch sinnvoll.
Als zentrales Instrument zur Stabilisierung wird der gemeinnützige Wohnbau identifiziert. Dieser schaffe Wohnraum nach dem Kostendeckungsprinzip, ohne das öffentliche Budget direkt zu belasten, und dämpfe zudem die Preise im privaten Segment. Ein gewaltiger Hebel liegt laut Eco Austria zudem in der Bebauungsdichte. Eine Anhebung der Dichte von 0,6 auf 1,2 würde auf gleicher Fläche statt acht rund 17 Wohneinheiten ermöglichen – ein kostenneutrales Werkzeug zur Angebotsausweitung.
Wohnbauinvestitionen fungieren darüber hinaus als Wirtschaftsmotor. Allein die Investitionen steirischer Gemeinnütziger von 466 Millionen Euro im Jahr 2024 sicherten österreichweit über 4.700 Arbeitsplätze. Mit einer regionalen Wertschöpfung von 1,15 Euro pro eingesetztem Fördereuro erweist sich die Wohnbauförderung als eine der effizientesten Formen öffentlicher Investition.
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AutorLaura Fürst
Tags
Graz
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