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Wienwert-Prozess startete heute
Gruze übernimmt teilweise Verantwortung
Heute hat am Wiener Straflandesgericht die Hauptverhandlung in der Causa Wienwert begonnen. Im Zentrum des Mammutverfahrens steht der Vorwurf der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, wonach der ehemalige Firmenchef Stefan Gruze gemeinsam mit seinen Vorgängern und weiteren Beteiligten ein System aus Täuschung und Untreue aufgebaut haben soll. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass über 1.800 Anleger durch geschönte Bilanzen und falsche Angaben über die Verwendung von Anleihengeldern um rund 41 Millionen Euro geschädigt wurden. Der Prozess startete mit einer Entscheidung über die Leitung des Verfahrens, nachdem ein Antrag wegen Befangenheit gegen den Vorsitzenden Richter Michael Radasztics vom Präsidenten des Straflandesgerichts abgewiesen worden war.
Über seinen Anwalt Norbert Wess räumte Gruze ein, durch verschwenderischen Umgang mit Gesellschaftsvermögen und zu risikoreiche Geschäfte zur Zahlungsunfähigkeit beigetragen zu haben; er bekennt sich daher der grob fahrlässigen Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen sowie der Korruptionsvorwürfe schuldig. Den Vorwurf des Anlagebetrugs weist er jedoch entschieden zurück und betont, stets auf Basis externer Expertenmeinungen gehandelt zu haben. Zur Schadenswiedergutmachung verwies die Verteidigung auf bereits geleistete Zahlungen in Höhe von rund 500.000 Euro sowie Gruzes fortlaufende unentgeltliche Mitarbeit bei der Insolvenzabwicklung. „Ich übernehme Verantwortung für mein sorgloses Handeln – ich bin zu verschwenderisch mit Gesellschaftsvermögen umgegangen und habe zu risikoreiche Geschäfte abgeschlossen. Das habe ich im Nachhinein erkannt. Ich möchte mich bei den Geschädigten für den Schaden, der während meiner Amtszeit entstanden ist, entschuldigen", so Stefan Gruze.
Auf der Anklagebank sitzen neben Gruze auch die ehemaligen Wienwert-Gesellschafter Nikos Bakirzoglu und Wolfgang Sedelmayer sowie Klemens Hallmann. Auch poltische Prominenz müssen sich vor Gericht verantworten. Der eheamlige Wiener ÖVP-Chef Karl Mahrer wird Beitrag zur Untreue vorgeworfen, da Zahlungen in der Höhe von 84.000 Euro an die PR-Agentur seiner Frau geflossen sein sollen, denen laut WKStA keine entsprechenden Leistungen gegenüberstanden. In einem weiteren Anklagepunkt wird dem SPÖ-Politiker Ernst Nevrivy zur Last gelegt, vertrauliche Informationen über Grundstücksentwicklungen gegen Sachleistungen wie VIP-Tickets für Fußballspiele getauscht zu haben, wodurch der Stadt Wien ein erheblicher finanzieller Nachteil entstanden sein soll. Insgesamt elf Personen und drei Verbände sitzen auf der Anklagebank, wobei für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung gilt. Während die Verteidigung die Vorwürfe weitgehend bestreitet, hat das Gericht vorerst Termine bis Ende Januar anberaumt, um die umfangreichen Einvernahmen der Angeklagten und der über 80 geladenen Zeugen durchzuführen.
Über seinen Anwalt Norbert Wess räumte Gruze ein, durch verschwenderischen Umgang mit Gesellschaftsvermögen und zu risikoreiche Geschäfte zur Zahlungsunfähigkeit beigetragen zu haben; er bekennt sich daher der grob fahrlässigen Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen sowie der Korruptionsvorwürfe schuldig. Den Vorwurf des Anlagebetrugs weist er jedoch entschieden zurück und betont, stets auf Basis externer Expertenmeinungen gehandelt zu haben. Zur Schadenswiedergutmachung verwies die Verteidigung auf bereits geleistete Zahlungen in Höhe von rund 500.000 Euro sowie Gruzes fortlaufende unentgeltliche Mitarbeit bei der Insolvenzabwicklung. „Ich übernehme Verantwortung für mein sorgloses Handeln – ich bin zu verschwenderisch mit Gesellschaftsvermögen umgegangen und habe zu risikoreiche Geschäfte abgeschlossen. Das habe ich im Nachhinein erkannt. Ich möchte mich bei den Geschädigten für den Schaden, der während meiner Amtszeit entstanden ist, entschuldigen", so Stefan Gruze.
Auf der Anklagebank sitzen neben Gruze auch die ehemaligen Wienwert-Gesellschafter Nikos Bakirzoglu und Wolfgang Sedelmayer sowie Klemens Hallmann. Auch poltische Prominenz müssen sich vor Gericht verantworten. Der eheamlige Wiener ÖVP-Chef Karl Mahrer wird Beitrag zur Untreue vorgeworfen, da Zahlungen in der Höhe von 84.000 Euro an die PR-Agentur seiner Frau geflossen sein sollen, denen laut WKStA keine entsprechenden Leistungen gegenüberstanden. In einem weiteren Anklagepunkt wird dem SPÖ-Politiker Ernst Nevrivy zur Last gelegt, vertrauliche Informationen über Grundstücksentwicklungen gegen Sachleistungen wie VIP-Tickets für Fußballspiele getauscht zu haben, wodurch der Stadt Wien ein erheblicher finanzieller Nachteil entstanden sein soll. Insgesamt elf Personen und drei Verbände sitzen auf der Anklagebank, wobei für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung gilt. Während die Verteidigung die Vorwürfe weitgehend bestreitet, hat das Gericht vorerst Termine bis Ende Januar anberaumt, um die umfangreichen Einvernahmen der Angeklagten und der über 80 geladenen Zeugen durchzuführen.
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AutorStefan Posch
Tags
Wienwert
prozess
Stefan Gruze
Klemens Hallmann