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Wo Nachfrage schneller wächst als Preis

Analyse zeigt Chancen abseits Metropolen

In zahlreichen mittelgroßen Städten in Deutschland steigt die Nachfrage nach Eigentumswohnungen deutlich schneller als die Preise. Das zeigt eine aktuelle Analyse von ImmoScout24, die 118 B-, C- und D-Städte untersucht. Während die Kaufpreise für Bestandswohnungen zwischen dem vierten Quartal 2024 und dem vierten Quartal 2025 im Schnitt um 2,4 Prozent zulegten, stieg die Nachfrage zu Jahresbeginn 2026 um durchschnittlich 14 Prozent. Damit entwickelt sich die Nachfrage deutlich dynamischer als in den großen Metropolen.

Besonders stark fällt das Kaufinteresse in einzelnen Städten aus: In Minden legte die Nachfrage um 95 Prozent zu, in Bottrop um 60 Prozent und in Bamberg um 55 Prozent. Gleichzeitig bleiben die Preissteigerungen vielerorts moderat. In Bamberg etwa erhöhten sich die Preise lediglich um 0,4 Prozent. In Passau zeigt sich eine gegenläufige Entwicklung: Dort stieg die Nachfrage um 50 Prozent, während die Kaufpreise im Jahresvergleich um 1,8 Prozent zurückgingen.
„In vielen mittelgroßen Städten steigt die Nachfrage deutlich schneller als die Preise. Das sehen wir besonders in Zentren mit guter Infrastruktur. Wer dort kaufen will, trifft aktuell auf ein Marktumfeld mit steigender Nachfragedynamik, aber noch moderaten Preisbewegungen“, sagt Daniel Hendel, Geschäftsführer von ImmoScout24.

Die Analyse zeigt, dass sich die Diskrepanz zwischen Nachfrage- und Preisentwicklung über unterschiedliche Preisniveaus hinweg zieht. Während Städte wie Duisburg mit 2.179 Euro pro Quadratmeter oder Moers mit 2.652 Euro vergleichsweise günstig sind, zählen auch höherpreisige Märkte wie Erlangen (4.424 Euro), Ingolstadt (4.343 Euro) oder Ulm (4.067 Euro) zu jenen Standorten, in denen die Nachfrage stärker wächst als die Preise.

Nicht überall verläuft die Entwicklung parallel. In Hagen etwa stiegen die Preise um 8,9 Prozent, während die Nachfrage um 5 Prozent zurückging. Ähnliche Tendenzen zeigen sich in Siegen und Salzgitter. Anders in Recklinghausen: Dort legten sowohl Preise (+6,3 Prozent) als auch Nachfrage (+35 Prozent) deutlich zu.
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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 23. März 2026 - zuletzt bearbeitet am 30. März 2026


LF
AutorLaura Fürst
Tags
Daniel Hendel
immoscout24
Analyse
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