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Die Architekten, auf die Bauträger am meisten vertrauen
ARCHITEKTUR | RANKING
Es gibt Architektur-Rankings zuhauf. Die meisten messen Kühnheit des Entwurfs, internationale Auszeichnungen oder die Zahl der Publikationen in Fachzeitschriften. Was sie selten erfassen: Wer liefert termingerecht? Wessen Pläne funktionieren auch dann, wenn Budget und Baurecht enge Grenzen setzen? Und mit wem möchten Bauträger nach Abschluss eines Projekts das nächste angehen?
Genau das wollte das Immobilien Magazin herausfinden. In einer österreichweiten Erhebung durch die darauf spezialisierte „expertenbefragung.com“ wurden tausende Manager aus der österreichischen Bauträgerbranche befragt und 870 hatten letztlich detailliert geantwortet – darunter Projektentwickler, Geschäftsführer und leitende Mitarbeiter mittelständischer wie großer Unternehmen, vereinzelt waren auch mehrere Personen aus demselben Betrieb dabei. Die Teilnehmer konnten aus einem vorgegebenen Kandidatenfeld auswählen und darüber hinaus eigene Vorschläge einbringen. Die Befragung war nach den neun Bundesländern strukturiert, um regionale Unterschiede abzubilden.
Wien dominiert – aber nicht unangefochten
Im Gesamtranking liegt Heinz Neumann von HNP architects (Wien) auf Platz 1. Auf dem geteilten zweiten Platz folgen Martin Haas (Martin Haas Architekturbüro, Wien) und Andreas Hawlik (HAWLIK GERGINSKI Architekten, Wien). Rang 4 geht als einzige Nicht-Wiener Position in den vorderen Plätzen an Michael Achammer (ACHAMMER ARCHITEKTUR ZT GmbH, Vorarlberg), Rang 5 an Martin Zechner (Zechner & Zechner ZT GmbH, Wien).
Dass Wien das Gesamtranking dominiert, überrascht auf den ersten Blick wenig: Die Bundeshauptstadt stellt das größte regionale Teilnehmerkontingent. Zugleich spiegelt das Ergebnis, dass in Wien der gewerbliche Neubau am dichtesten getaktet ist und viele der großen Büros ihren Sitz dort haben. Die Wiener Einzelergebnisse verteilen sich dabei relativ breit – die Konkurrenz unter den Büros ist entsprechend stark. Die vollständigen Ranglisten aller Bundesländer sind dieser Ausgabe als separate Tabellen beigestellt.
Regionale Highlights: Achammer, geteilte Siege und Frauen an der Spitze
Vorarlberg liefert das eindeutigste Bild der gesamten Umfrage: Michael Achammer vereint 45 Prozent aller abgegebenen Stimmen in diesem Bundesland auf sich – ein Wert, der in keiner anderen Region auch nur annähernd erreicht wird. Sein Büro ist im Ländle der klare Fixpunkt für Bauträger, die planen, was sich rechnet.
Kärnten steht für das gegenteilige Bild: Hier teilen sich Sebastian Horvath (Lendarchitektur ZT GmbH) und Emmanuel Sima (Sima Architecture) den ersten Platz mit jeweils fünf Stimmen – ein Patt, das auf ein dezentraleres Marktumfeld hindeutet.
Zwei Bundesländer setzen ein Signal, das über die Branchenlogik hinausweist: In der Steiermark führt Iris Rampula-Farrang von balloon architekten das Landesranking an, in Tirol steht Carola Meissl-Handle von Meissl Architects ganz oben. Beide Ergebnisse zeigen, dass Bauträger in diesen Märkten Leistung nach eigenen Kriterien bewerten – und diese Kriterien offenbar geschlechtsneutral anwenden.
In Niederösterreich setzt sich Hubert Tillger (Architekt DI Hubert Tillger ZT GmbH) mit sechs Stimmen durch, im Burgenland liegt Anton Mayerhofer (Architekt DI Anton Mayerhofer Ziviltechniker GmbH) vorne. Oberösterreich wählt Gunar Wilhelm von mia2 Architektur an die Spitze, Salzburg entscheidet sich für Michael Eisl (EISL Architektur ZT GmbH). Ein weiteres Detail verdient Aufmerksamkeit: Einzelne Büros wurden bundesländerübergreifend genannt – ein Hinweis darauf, dass regionale Grenzen für manche Büros keine Planungsgrenzen sind.
Was das Ranking bedeutet
Dieses Ergebnis ist kein Architekturpreis. Es ist ein Abbild der Alltagspraxis österreichischer Bauträger – und damit eine eigene Form von Anerkennung. Wer hier vorne liegt, hat nicht zwingend das spektakulärste Gebäude geplant, aber er hat geliefert: kommunikativ, kostenbewusst, baugenehmigungsfähig.
Das ist die Qualität, die in der Projektentwicklung am Ende den Unterschied macht. Und es ist jene Qualität, über die in der öffentlichen Architekturdiskussion am seltensten gesprochen wird.
Genau das wollte das Immobilien Magazin herausfinden. In einer österreichweiten Erhebung durch die darauf spezialisierte „expertenbefragung.com“ wurden tausende Manager aus der österreichischen Bauträgerbranche befragt und 870 hatten letztlich detailliert geantwortet – darunter Projektentwickler, Geschäftsführer und leitende Mitarbeiter mittelständischer wie großer Unternehmen, vereinzelt waren auch mehrere Personen aus demselben Betrieb dabei. Die Teilnehmer konnten aus einem vorgegebenen Kandidatenfeld auswählen und darüber hinaus eigene Vorschläge einbringen. Die Befragung war nach den neun Bundesländern strukturiert, um regionale Unterschiede abzubilden.
Wien dominiert – aber nicht unangefochten
Im Gesamtranking liegt Heinz Neumann von HNP architects (Wien) auf Platz 1. Auf dem geteilten zweiten Platz folgen Martin Haas (Martin Haas Architekturbüro, Wien) und Andreas Hawlik (HAWLIK GERGINSKI Architekten, Wien). Rang 4 geht als einzige Nicht-Wiener Position in den vorderen Plätzen an Michael Achammer (ACHAMMER ARCHITEKTUR ZT GmbH, Vorarlberg), Rang 5 an Martin Zechner (Zechner & Zechner ZT GmbH, Wien).
Dass Wien das Gesamtranking dominiert, überrascht auf den ersten Blick wenig: Die Bundeshauptstadt stellt das größte regionale Teilnehmerkontingent. Zugleich spiegelt das Ergebnis, dass in Wien der gewerbliche Neubau am dichtesten getaktet ist und viele der großen Büros ihren Sitz dort haben. Die Wiener Einzelergebnisse verteilen sich dabei relativ breit – die Konkurrenz unter den Büros ist entsprechend stark. Die vollständigen Ranglisten aller Bundesländer sind dieser Ausgabe als separate Tabellen beigestellt.
Regionale Highlights: Achammer, geteilte Siege und Frauen an der Spitze
Vorarlberg liefert das eindeutigste Bild der gesamten Umfrage: Michael Achammer vereint 45 Prozent aller abgegebenen Stimmen in diesem Bundesland auf sich – ein Wert, der in keiner anderen Region auch nur annähernd erreicht wird. Sein Büro ist im Ländle der klare Fixpunkt für Bauträger, die planen, was sich rechnet.
Kärnten steht für das gegenteilige Bild: Hier teilen sich Sebastian Horvath (Lendarchitektur ZT GmbH) und Emmanuel Sima (Sima Architecture) den ersten Platz mit jeweils fünf Stimmen – ein Patt, das auf ein dezentraleres Marktumfeld hindeutet.
Zwei Bundesländer setzen ein Signal, das über die Branchenlogik hinausweist: In der Steiermark führt Iris Rampula-Farrang von balloon architekten das Landesranking an, in Tirol steht Carola Meissl-Handle von Meissl Architects ganz oben. Beide Ergebnisse zeigen, dass Bauträger in diesen Märkten Leistung nach eigenen Kriterien bewerten – und diese Kriterien offenbar geschlechtsneutral anwenden.
In Niederösterreich setzt sich Hubert Tillger (Architekt DI Hubert Tillger ZT GmbH) mit sechs Stimmen durch, im Burgenland liegt Anton Mayerhofer (Architekt DI Anton Mayerhofer Ziviltechniker GmbH) vorne. Oberösterreich wählt Gunar Wilhelm von mia2 Architektur an die Spitze, Salzburg entscheidet sich für Michael Eisl (EISL Architektur ZT GmbH). Ein weiteres Detail verdient Aufmerksamkeit: Einzelne Büros wurden bundesländerübergreifend genannt – ein Hinweis darauf, dass regionale Grenzen für manche Büros keine Planungsgrenzen sind.
Was das Ranking bedeutet
Dieses Ergebnis ist kein Architekturpreis. Es ist ein Abbild der Alltagspraxis österreichischer Bauträger – und damit eine eigene Form von Anerkennung. Wer hier vorne liegt, hat nicht zwingend das spektakulärste Gebäude geplant, aber er hat geliefert: kommunikativ, kostenbewusst, baugenehmigungsfähig.
Das ist die Qualität, die in der Projektentwicklung am Ende den Unterschied macht. Und es ist jene Qualität, über die in der öffentlichen Architekturdiskussion am seltensten gesprochen wird.
GR
AutorGerhard Rodler
Tags
Architektur
Budget
Markt
Architekten
Bauträger
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