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Immobilienpreise 2025 erneut gestiegen

Quadratmeterpreise für Wohnraum und Baugrund legen flächendeckend zu

Der österreichische Immobilienmarkt verzeichnet nach einer zwischenzeitlichen Konsolidierungsphase wieder flächendeckende Preissteigerungen. Wie aus aktuellen Daten der Statistik Austria vom 28. Mai 2026 hervorgeht, zogen die Durchschnittspreise für Häuser und Eigentumswohnungen im Jahr 2025 das zweite Jahr in Folge im Vorjahresvergleich an. Damit setzt sich die Erholung nach den deutlichen Preisrückgängen des Jahres 2023 weiter fort. Trotz des jüngsten Aufwärtstrends bewegen sich die Kosten für Wohnraum im Schnitt jedoch weiterhin unter dem historischen Rekordniveau des Jahres 2022.

Laut Manuela Lenk, der fachstatistischen Generaldirektorin der Statistik Austria, lag der Quadratmeterpreis für ein Wohnhaus im Jahr 2025 im Schnitt noch um rund 60 Euro unter dem Wert von 2022, während Käufer von Eigentumswohnungen rund 200 Euro weniger bezahlen mussten als im Rekordjahr. Eine gänzlich andere Entwicklung zeigt sich hingegen bei unbebauten Grundstücken, denn hier kletterten die Preise massiv nach oben und erreichten in mehreren Bundesländern neue Höchststände. Der bundesweite Durchschnittspreis für bebaubare Grundstücke lag 2025 bei 135 Euro pro Quadratmeter. Die Experten führen diese deutlichen Zuwächse seit dem Jahr 2023 unter anderem auf eine veränderte Zusammensetzung der tatsächlich realisierten Transaktionen zurück, die infolge der Zinswende Mitte 2022 zu beobachten ist.

Der österreichische Medianpreis für Wohnhäuser belief sich im Jahr 2025 auf 2 836 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Im regionalen Vergleich zeigt sich die Bundeshauptstadt Wien mit einem Medianwert von 5 376 Euro je Quadratmeter als das mit Abstand teuerste Pflaster. Dahinter folgen die westlichen Bundesländer Vorarlberg mit 5 077 Euro, Tirol mit 4 828 Euro und Salzburg mit 4 766 Euro. Während das flächenmäßig große Oberösterreich mit 2 905 Euro knapp über dem Bundesschnitt lag, wurden in Niederösterreich mit 2 653 Euro, Kärnten mit 2 609 Euro und der Steiermark mit 2 421 Euro moderatere Werte registriert. Am günstigsten blieb der Hauskauf im Burgenland mit einem Medianpreis von 1 889 Euro pro Quadratmeter.

Bei Eigentumswohnungen lag der gesamtösterreichische Medianpreis mit 4 162 Euro pro Quadratmeter deutlich über dem Hausniveau. Die Statistik Austria begründet diese Differenz mit der Tatsache, dass sich Wohnungen tendenziell in begehrteren, urbanen Zentren befinden und zudem anteilig häufiger als Neubauobjekte erworben werden, während Häuser beim Kauf oft ein höheres Alter aufweisen. Auch in diesem Segment führt Wien das Preisranking mit 5 212 Euro je Quadratmeter an, dicht gefolgt von Vorarlberg mit 5 000 Euro, Salzburg mit 4 968 Euro und Tirol mit 4 965 Euro. Oberösterreich positionierte sich mit 3 373 Euro unter dem Durchschnitt, gefolgt von Kärnten mit 3 260 Euro und Niederösterreich mit 3 089 Euro. Die niedrigsten Wohnungspreise wurden in der Steiermark mit 2 750 Euro und im Burgenland mit 1 859 Euro je Quadratmeter erhoben.

Bei den Grundstückspreisen für bebaubare Flächen entscheidet primär die Lage, wobei Luxus-Wintersportorte und urbane Ballungsräume die vordersten Plätze dominieren. Im Fünf-Jahres-Durchschnitt verteidigt die Tiroler Gemeinde Reith bei Kitzbühel mit 2 742 Euro pro Quadratmeter den Spitzenplatz, dicht gefolgt von der Stadt Kitzbühel selbst mit 2 617 Euro. Zu den teuersten zehn Regionen des Landes zählen zudem die Promi-Hotspots Lech am Arlberg mit 2 108 Euro, Aurach bei Kitzbühel und Jochberg mit 2 100 Euro sowie Anif im Salzburger Land mit 1 851 Euro. In diesen exklusiven Lagen treiben wenige, aber extrem hochpreisige Transaktionen das statistische Niveau in die Höhe.

In den Großstädten zeigt sich ein differenziertes Bild, denn während der Quadratmeter Baugrund in der Stadt Salzburg im Schnitt 1 345 Euro kostete, differierten die Preise innerhalb Wiens stark. Die Nobelbezirke Währing mit 2 181 Euro und Döbling mit 1 756 Euro bildeten die preisliche Spitze, wohingegen die Wiener Flächenbezirke mit Durchschnittspreisen zwischen 670 und 856 Euro je Quadratmeter spürbar günstiger abschnitten. Außerhalb der Metropolen fungiert die Nähe zu Wien als wesentlicher Preistreiber, was sich im niederösterreichischen Bezirk Tulln mit einem Durchschnittspreis von 238 Euro widerspiegelt. Das absolute Mindestmaß an Grundkosten findet sich in den peripheren Regionen im Norden Niederösterreichs sowie im Mittel- und Südburgenland, wo im Bezirk Zwettl im Waldviertel der Quadratmeter Baugrund im Schnitt lediglich 26 Euro kostete und im burgenländischen Bezirk Jennersdorf sogar auf das bundesweite Minimum von 21 Euro sank.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 28. Mai 2026 - zuletzt bearbeitet am 28. Mai 2026


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AutorLaura Fürst
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