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Miet-Schock & der Rossmann-Coup

Herzlich willkommen beim immoflash Morgenjournal. Am Mikrofon begrüßt Sie Sandra Laub. --- Diese Sendung widmet Ihnen „Endlich Montag“ der myhive Podcast:

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Und das sind die spannendsten Meldungen des Tages:

Miet-Explosion: Die Preise steigen doppelt so schnell wie die Inflation, während das Angebot dramatisch wegbricht.

Drogerie-König Dirk Roßmann steigt beim Elbtower ein

In Österreich flacht die Preissteigerung leicht ab



Und nun die Meldungen im Einzelnen.

Mietmarkt am Limit
Mieten in Deutschland steigen deutlich stärker als die Verbraucherpreise – und in Österreich droht durch den massiven Wohnbaueinbruch eine noch härtere Landung.

Wer aktuell in deutschen Großstädten eine Wohnung sucht, braucht starke Nerven und ein dickes Portemonnaie. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat die Zahlen für das Ende des Jahres 2025 vorgelegt und die haben es in sich. Die Angebotsmieten sind im Vergleich zum Vorjahr um viereinhalb Prozent nach oben geschossen. Das ist doppelt so viel wie die allgemeine Teuerungsrate im selben Zeitraum. Rechnet man die Inflation heraus, bleibt immer noch ein sattes Plus von zwei komma drei Prozent übrig. Spitzenreiter ist wenig überraschend München. Dort müssen Mieter bei Neuvermietungen mittlerweile im Schnitt dreiundzwanzig Euro und fünfunddreißig Cent pro Quadratmeter bezahlen – kalt, wohlgemerkt. In Frankfurt sind es über siebzehn Euro.

Besonders besorgniserregend ist der strukturelle Wandel auf dem Markt. Fast jedes sechste Inserat bundesweit betrifft mittlerweile möblierte oder befristete Angebote. In München ist es sogar schon jedes dritte. Vermieter weichen immer öfter auf diese harten Konditionen aus, was Geringverdiener und Studierende an ihre absoluten Belastungsgrenzen bringt. Gleichzeitig schrumpft das Angebot massiv. Die Zahl der Inserate ist im Vergleich zu vor zehn Jahren um rund zwanzig Prozent eingebrochen. Viele Menschen bleiben in ihren alten Verträgen sitzen, weil ein Umzug schlicht unfinanzierbar geworden ist.

Das passt zur aktuellen Beobachtung im Jahr 2026, dass der Markt regelrecht austrocknet. Wenn wir den Blick nach Österreich richten, wird die Lage noch prekärer. Während Deutschland bereits mit diesen Zahlen kämpft, steuert Österreich aufgrund des beispiellosen Einbruchs bei den Baubeginnen auf ein massives Versorgungsloch zu. Wo heute nicht gebaut wird, fehlen morgen die Wohnungen, was die Mieten hierzulande in den nächsten Jahren wohl noch heftiger antreiben wird als bei unseren Nachbarn.


Der Hamburger Elbtower bekommt eine zweite Chance.

Das Bundeskartellamt hat den Weg frei gemacht und der Gründung eines neuen Gemeinschaftsunternehmens zugestimmt. Die Liste der Retter liest sich wie das Who-is-Who der deutschen Wirtschaft: Drogerie-Gründer Dirk Roßmann ist mit dabei, ebenso wie Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne, der Entwickler Dieter Becken und die Signal Iduna Versicherung. Damit endet die quälende Ungewissheit um das ehemalige Prestigeprojekt der insolventen Signa-Gruppe von René Benko. Seit Ende 2024 standen die Kräne an der Elbe still, weil Rechnungen nicht bezahlt wurden und der Rohbau bei einer Höhe von rund einhundert Metern einfuhr.

Doch der Turm wird anders aussehen als ursprünglich geplant. Anstatt der vorgesehenen zweihundertfünfundvierzig Meter soll er nun bei einhundertneunundneunzig Metern gedeckelt werden. Ein entscheidender Faktor für die Rettung ist die Stadt Hamburg selbst. Sie will in dem Gebäude ein Naturkundemuseum unterbringen und dafür fast die Hälfte der Flächen übernehmen. Rund fünfhundertfünfundneunzig Millionen Euro lässt sich die Stadt diesen Deal kosten.

Moderate Steigerung bei den Baukosten

Zum Abschluss ein Blick auf die Kosten für das Bauen in Österreich. Die Statistik Austria hat die Bilanz für das Jahr 2025 gezogen und meldet eine leichte Entspannung beim Preisanstieg. Die Kosten für den Wohnhaus- und Siedlungsbau sind im Jahresvergleich um zwei komma drei Prozent gestiegen. Das ist ein deutlicher Kontrast zu den zweistelligen Zuwachsraten davor. Das passt zur aktuellen Beobachtung im Jahr 2026, dass die reinen Materialkosten zwar keine Schockwellen mehr aussenden, aber die hohen Zinsen und die strengen Kreditvergaberichtlinien den Wohnbau weiterhin im Würgegriff halten.

Was in der Branche heute weiter passieren wird, erfahren Sie ab 14.00 auf www.immomedien.at

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 21. Januar 2026 - zuletzt bearbeitet am 21. Januar 2026


GR
AutorGerhard Rodler
Tags
Österreich
2025
elbtower

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