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/ Lesezeit 3 min
Österreich als sichererer Hafen
Geopolitischen Spannungen Thema bei MIPIM
Die internationale Immobilienbranche blickt auf der diesjährigen MIPIM in Cannes mit zunehmender Aufmerksamkeit auf die geopolitische Lage im Nahen Osten. Wenige Tage nach dem Ausbruch neuer Unruhen ist die Unsicherheit über die weitere Entwicklung eines der dominierenden Gesprächsthemen unter internationalen Investoren. Die MIPIM 2026 hat den denkbar schlechtesten Termin - was natürlich keiner wissen konnte. Fakt ist aber, dass nach ersten zarten Zeichen eines neuen Aufschwungs vorerst mal so etwas wie Schockstarre herrscht. Zumindest weitgehend. Besonders im Fokus stehen mögliche Auswirkungen auf Kapitalmärkte, Energiepreise und das Zinsniveau.
„Stabilität und langfristige Planbarkeit sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung der Immobilienmärkte“, sagt Michael Ehlmaier, geschäftsführender Gesellschafter der EHL Immobilien Gruppe. Trotz der aktuellen Unsicherheit überwiege bei vielen internationalen Investoren weiterhin die Hoffnung, dass sich die Situation rasch stabilisieren werde. Im immoflash-Interview räumt er aber auch ein, dass in diesen Tagen vorerst einmal abgewartet wird, für das Gesamtjahr 2026 bleibt er aber positiv.
Die geopolitischen Spannungen könnten jedoch indirekte Auswirkungen auf den Immobiliensektor haben. Investoren beobachten insbesondere das Risiko steigender Energiepreise sowie mögliche Zinserhöhungen, falls sich wirtschaftliche Risiken weiter verstärken.
Gleichzeitig sehen Marktteilnehmer auch Chancen für vergleichsweise stabile Standorte. „In einer Phase großer globaler Unsicherheiten gewinnt die relative Stabilität eines Landes wie Österreich stark an Bedeutung“, sagt Ehlmaier. Gerade für sicherheitsorientierte Investoren könnten österreichische Immobilien dadurch wieder stärker in den Fokus rücken.
Allgemein wird am - übrigens gut mit Besuchern gefüllten und sehr gut organisierten - Austria-Stand davon ausgegangen, dass der Iran-Krieg zwar zu einem kurzfristigen, allgemeinen Stopp geführt hat, dass aber gerade Österreich als sicherer Hafen damit sogar gewisse Vorteile haben könnte.
Besonders im Wohnsegment sehen internationale Investoren weiterhin Potenzial. „Wohnimmobilien gelten auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten als relativ resilient, da die Nachfrage nach Wohnraum nicht direkt mit dem Wirtschaftswachstum schwankt“, erklärt Franz Pöltl, Geschäftsführer der EHL Investment Consulting. Vor allem Wien profitiert von einem anhaltenden Bevölkerungswachstum, das durch Urbanisierung und Binnenmigration geprägt ist.
Institutionelle Investoren erwarten aufgrund der wachsenden Angebotslücke bei Mietwohnungen mittelfristig steigende Mieten und entsprechende Wertsteigerungen bestehender Immobilienbestände. Gleichzeitig wird jedoch darauf hingewiesen, dass regulatorische Eingriffe in die Mietpreisbildung das internationale Interesse dämpfen könnten.
Im Bereich gewerblicher Immobilien zeigt sich derzeit eine deutlich selektivere Nachfrage. Höhere Finanzierungskosten und eine insgesamt vorsichtigere Kapitalallokation führen zu einer geringeren Transaktionsdynamik. Während klassische Segmente wie Büro oder Einzelhandel derzeit verhaltener bewertet werden, gewinnen spezialisierte Assetklassen an Bedeutung.
Besonders dynamisch entwickelt sich der Hospitality-Sektor. Österreich, und hier vor allem Wien, profitiert weiterhin von einer stabilen touristischen Nachfrage und zieht internationale Investoren an. Neben klassischen Hotels rücken auch Serviced Apartments und studentisches Wohnen stärker in den Fokus.
Auch Immobilien für digitale Infrastruktur gewinnen an Bedeutung. Der steigende Bedarf an Cloud-Diensten und Datenverarbeitung treibt die Nachfrage nach Standorten für Rechenzentren. Entscheidend sind dabei vor allem eine stabile Stromversorgung und leistungsfähige technische Infrastruktur.
Der Büroimmobilienmarkt zeigt international ein gemischtes Bild. In vielen europäischen Metropolen sind die Leerstände durch eine hohe Neubautätigkeit der vergangenen Jahre deutlich gestiegen. In Wien hingegen bleibt das Angebot knapp. „Während in vielen deutschen Städten Leerstandsraten von über zehn Prozent erreicht werden, liegt Wien aktuell bei rund 3,8 Prozent“, sagt Stefan Wernhart, Geschäftsführer der Ehl Gewerbeimmobilien.
Die Nachfrage konzentriert sich dabei zunehmend auf hochwertige Flächen in zentralen Lagen mit hoher Flächeneffizienz und modernen Arbeitsumgebungen. Gebäude mit geringerer Qualität oder in sekundären Lagen stehen hingegen stärker unter Druck.
Die Diskussionen auf der Mipim zeigen damit ein differenziertes Bild: Während geopolitische Unsicherheiten die globalen Kapitalmärkte belasten, könnten stabile Immobilienstandorte in Europa – darunter auch Österreich – in den kommenden Monaten wieder stärker in den Fokus internationaler Investoren rücken.
„Stabilität und langfristige Planbarkeit sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung der Immobilienmärkte“, sagt Michael Ehlmaier, geschäftsführender Gesellschafter der EHL Immobilien Gruppe. Trotz der aktuellen Unsicherheit überwiege bei vielen internationalen Investoren weiterhin die Hoffnung, dass sich die Situation rasch stabilisieren werde. Im immoflash-Interview räumt er aber auch ein, dass in diesen Tagen vorerst einmal abgewartet wird, für das Gesamtjahr 2026 bleibt er aber positiv.
Die geopolitischen Spannungen könnten jedoch indirekte Auswirkungen auf den Immobiliensektor haben. Investoren beobachten insbesondere das Risiko steigender Energiepreise sowie mögliche Zinserhöhungen, falls sich wirtschaftliche Risiken weiter verstärken.
Gleichzeitig sehen Marktteilnehmer auch Chancen für vergleichsweise stabile Standorte. „In einer Phase großer globaler Unsicherheiten gewinnt die relative Stabilität eines Landes wie Österreich stark an Bedeutung“, sagt Ehlmaier. Gerade für sicherheitsorientierte Investoren könnten österreichische Immobilien dadurch wieder stärker in den Fokus rücken.
Allgemein wird am - übrigens gut mit Besuchern gefüllten und sehr gut organisierten - Austria-Stand davon ausgegangen, dass der Iran-Krieg zwar zu einem kurzfristigen, allgemeinen Stopp geführt hat, dass aber gerade Österreich als sicherer Hafen damit sogar gewisse Vorteile haben könnte.
Besonders im Wohnsegment sehen internationale Investoren weiterhin Potenzial. „Wohnimmobilien gelten auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten als relativ resilient, da die Nachfrage nach Wohnraum nicht direkt mit dem Wirtschaftswachstum schwankt“, erklärt Franz Pöltl, Geschäftsführer der EHL Investment Consulting. Vor allem Wien profitiert von einem anhaltenden Bevölkerungswachstum, das durch Urbanisierung und Binnenmigration geprägt ist.
Institutionelle Investoren erwarten aufgrund der wachsenden Angebotslücke bei Mietwohnungen mittelfristig steigende Mieten und entsprechende Wertsteigerungen bestehender Immobilienbestände. Gleichzeitig wird jedoch darauf hingewiesen, dass regulatorische Eingriffe in die Mietpreisbildung das internationale Interesse dämpfen könnten.
Im Bereich gewerblicher Immobilien zeigt sich derzeit eine deutlich selektivere Nachfrage. Höhere Finanzierungskosten und eine insgesamt vorsichtigere Kapitalallokation führen zu einer geringeren Transaktionsdynamik. Während klassische Segmente wie Büro oder Einzelhandel derzeit verhaltener bewertet werden, gewinnen spezialisierte Assetklassen an Bedeutung.
Besonders dynamisch entwickelt sich der Hospitality-Sektor. Österreich, und hier vor allem Wien, profitiert weiterhin von einer stabilen touristischen Nachfrage und zieht internationale Investoren an. Neben klassischen Hotels rücken auch Serviced Apartments und studentisches Wohnen stärker in den Fokus.
Auch Immobilien für digitale Infrastruktur gewinnen an Bedeutung. Der steigende Bedarf an Cloud-Diensten und Datenverarbeitung treibt die Nachfrage nach Standorten für Rechenzentren. Entscheidend sind dabei vor allem eine stabile Stromversorgung und leistungsfähige technische Infrastruktur.
Der Büroimmobilienmarkt zeigt international ein gemischtes Bild. In vielen europäischen Metropolen sind die Leerstände durch eine hohe Neubautätigkeit der vergangenen Jahre deutlich gestiegen. In Wien hingegen bleibt das Angebot knapp. „Während in vielen deutschen Städten Leerstandsraten von über zehn Prozent erreicht werden, liegt Wien aktuell bei rund 3,8 Prozent“, sagt Stefan Wernhart, Geschäftsführer der Ehl Gewerbeimmobilien.
Die Nachfrage konzentriert sich dabei zunehmend auf hochwertige Flächen in zentralen Lagen mit hoher Flächeneffizienz und modernen Arbeitsumgebungen. Gebäude mit geringerer Qualität oder in sekundären Lagen stehen hingegen stärker unter Druck.
Die Diskussionen auf der Mipim zeigen damit ein differenziertes Bild: Während geopolitische Unsicherheiten die globalen Kapitalmärkte belasten, könnten stabile Immobilienstandorte in Europa – darunter auch Österreich – in den kommenden Monaten wieder stärker in den Fokus internationaler Investoren rücken.
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AutorGerhard Rodler aus Cannes
Tags
Immobilien
Mipim
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Wien
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Cannes
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