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Mietpreise: Österreich hängt Deutschland ab
Mieten steigen doppelt so schnell
Die Wohnungsmieten in Österreich sind im Jahr 2025 deutlich stärker gestiegen als in den Nachbarländern Deutschland und der Schweiz. Laut einer Analyse des Beraternetzwerks Kreutzer Fischer & Partner erhöhten sich die Mieten hierzulande um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Deutschland betrug der Anstieg im selben Zeitraum lediglich 2,1 Prozent, in der Schweiz 2,5 Prozent. Seit 2020 summierte sich die Verteuerung der Wohnungsmieten in Österreich damit auf insgesamt 23 Prozent, während in den beiden Nachbarländern jeweils nur ein Zuwachs von 10 Prozent verzeichnet wurde.
Die Experten führen diese Entwicklung auf eine Kombination aus Indexierung und einer unzureichenden Neubauleistung zurück. Andreas Kreutzer vom Beraternetzwerk Kreutzer Fischer & Partner erklärt dazu: „Die in Österreich deutlich höhere Teuerung ist allerdings nicht allein auf die Indexierung der Mieten anhand der Inflation zurückzuführen. Schuld daran ist auch die geringe Wohnungsproduktion.“ Die Zahlen belegen einen deutlichen Rückgang bei den Genehmigungen: Wurden im Jahr 2021 noch knapp 42.300 Wohneinheiten in neuen Mehrfamilienhäusern bewilligt, sank dieser Wert bis 2024 auf 22.600 Einheiten. Auch das Jahr 2025 brachte im Segment der Mehrfamilienhäuser kaum Dynamik; während die Genehmigungen für Einfamilienhäuser in den ersten neun Monaten u m²3 Prozent stiegen, verzeichneten Mehrfamilienhäuser ein Plus von nicht einmal zwei Prozent.
Kreutzer sieht die Verantwortung für die daraus resultierende Angebotslücke bei den Akteuren am Markt sowie der Politik: „Die Wohnbaugesellschaften und Bauträger kommen einfach nicht in die Gänge. Durch ihre Trägheit entsteht eine massive Lücke im Angebot, die sich auch in überaus rasch wachsenden Mieten niederschlägt. Daher wird auch die Mietpreisbremse nur bedingt für Entspannung an der Preisfront sorgen.“ Um eine Trendwende herbeizuführen, fordert die Analyse eine massive Ausweitung des Wohnungsneubaus, wobei insbesondere die Bundesländer in der Pflicht gesehen werden.
Ein zentraler Kritikpunkt der Studienautoren betrifft die finanzielle Ausstattung der Wohnbauförderung. „Hätte man in den letzten 20 Jahren die Wohnbauförderung mit der Entwicklung der Baupreise valorisiert, stünden heute jährlich um 2 Milliarden Euro mehr zur Verfügung als tatsächlich ausgegeben werden“, so Kreutzer. Den Berechnungen zufolge könnte ein jährliches Fördervolumen von insgesamt 4,7 Milliarden Euro einen „Wohnbauturbo“ auslösen, der mittelfristig zu einer Entlastung der Mietpreise führen würde.
Die Experten führen diese Entwicklung auf eine Kombination aus Indexierung und einer unzureichenden Neubauleistung zurück. Andreas Kreutzer vom Beraternetzwerk Kreutzer Fischer & Partner erklärt dazu: „Die in Österreich deutlich höhere Teuerung ist allerdings nicht allein auf die Indexierung der Mieten anhand der Inflation zurückzuführen. Schuld daran ist auch die geringe Wohnungsproduktion.“ Die Zahlen belegen einen deutlichen Rückgang bei den Genehmigungen: Wurden im Jahr 2021 noch knapp 42.300 Wohneinheiten in neuen Mehrfamilienhäusern bewilligt, sank dieser Wert bis 2024 auf 22.600 Einheiten. Auch das Jahr 2025 brachte im Segment der Mehrfamilienhäuser kaum Dynamik; während die Genehmigungen für Einfamilienhäuser in den ersten neun Monaten u m²3 Prozent stiegen, verzeichneten Mehrfamilienhäuser ein Plus von nicht einmal zwei Prozent.
Kreutzer sieht die Verantwortung für die daraus resultierende Angebotslücke bei den Akteuren am Markt sowie der Politik: „Die Wohnbaugesellschaften und Bauträger kommen einfach nicht in die Gänge. Durch ihre Trägheit entsteht eine massive Lücke im Angebot, die sich auch in überaus rasch wachsenden Mieten niederschlägt. Daher wird auch die Mietpreisbremse nur bedingt für Entspannung an der Preisfront sorgen.“ Um eine Trendwende herbeizuführen, fordert die Analyse eine massive Ausweitung des Wohnungsneubaus, wobei insbesondere die Bundesländer in der Pflicht gesehen werden.
Ein zentraler Kritikpunkt der Studienautoren betrifft die finanzielle Ausstattung der Wohnbauförderung. „Hätte man in den letzten 20 Jahren die Wohnbauförderung mit der Entwicklung der Baupreise valorisiert, stünden heute jährlich um 2 Milliarden Euro mehr zur Verfügung als tatsächlich ausgegeben werden“, so Kreutzer. Den Berechnungen zufolge könnte ein jährliches Fördervolumen von insgesamt 4,7 Milliarden Euro einen „Wohnbauturbo“ auslösen, der mittelfristig zu einer Entlastung der Mietpreise führen würde.
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AutorLaura Fürst
Tags
Österreich
Mieten
2025
Kreutzer Fischer & Partner
Andreas Kreutzer
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