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Welche bekannte Immofirma Insolvenz anmeldete

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Und das sind die Schlagzeilen des Tages:

Welche bekannte Immofirma Insolvenz anmeldete
Arev wird verkauft
Wohnwagon rettet sich mit 20 Prozent Quote

Und jetzt die Meldungen im Detail:

Welche bekannte Immofirma Insolvenz anmeldete

Die Noratis AG hat vom Amtsgericht Frankfurt am Main den Beschluss erhalten: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Unternehmens ist seit 1. März, 23 Uhr 10, offiziell eröffnet. Grund sind Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Gleichzeitig ordnet das Gericht die Eigenverwaltung an.
Das bedeutet: Der Vorstand bleibt im Amt und führt das Unternehmen weiter. Ein gerichtlich bestellter Sachwalter überwacht den Prozess. Diese Rolle übernimmt Rechtsanwalt Andreas Kleinschmidt mit Sitz in Frankfurt am Main.

Noratis ist auf die Entwicklung und Aufwertung von Bestandswohnimmobilien in Deutschland spezialisiert. Das Unternehmen kaufte in den vergangenen Jahren vor allem ältere Wohnanlagen, sanierte sie und brachte sie wieder an den Markt. Doch steigende Zinsen, höhere Baukosten und schwierige Finanzierungen setzten dieses Geschäftsmodell stark unter Druck.

Ob der Sanierungsversuch gelingt, hängt von Investoren, Gläubigern und der weiteren Zinsentwicklung ab. Klar ist: Der Druck im Wohnimmobilienmarkt bleibt hoch – und weitere Restrukturierungen sind nicht ausgeschlossen.

Arev wird verkauft

Die öffentliche Wohnungsgenossenschaft Lawog übernimmt achtzig Prozent der Anteile am Immobilienunternehmen Arev. Das Land Oberösterreich hat dem Deal bereits zugestimmt. Über den Kaufpreis vereinbaren die Parteien Stillschweigen.

Künftig verwaltet das Unternehmen rund 65.000 Einheiten und beschäftigt etwa 170 Mitarbeiter. Damit entsteht der größte Player im Immobiliensektor des Bundeslands. Zwanzig Prozent der Anteile hält weiterhin die OÖ Versicherung. Die Marke Arev bleibt bestehen, ebenso die Standorte in Ried, Linz, Wels und Salzburg. Die Eintragung ins Firmenbuch steht noch aus.

Das Land prüfte die Übernahme im Vorfeld genau. Es wollte sicherstellen, dass der Schritt wirtschaftlich sinnvoll ist und die Lawog nicht zu stark Kapital bindet. Denn als gemeinnützige Genossenschaft muss sie weiterhin den sozialen Wohnbau sichern.

Wohnwagon rettet sich mit 20 Prozent Quote

Im Insolvenzverfahren um den niederösterreichischen Tiny-House-Pionier WW Wohnwagon mit Sitz in Gutenstein nehmen die Gläubiger den Sanierungsplan an. Vorgesehen ist eine Quote von zwanzig Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Fünf Prozent liegen bereits als Barquote beim Insolvenzverwalter. Damit steht der Plan rechtskräftig.

Das Unternehmen gründete sich 2013 und setzte früh auf mobile Minihäuser aus nachhaltigen Naturmaterialien. Doch die Immobilien- und Baukrise 2024 und 2025 traf auch diesen Nischenanbieter hart. Die Aufträge brachen abrupt ein. Im Dezember 2025 startete das Unternehmen ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung, Ende Jänner übernahm jedoch der Sanierungsverwalter die operative Führung. Aktuell beschäftigt Wohnwagon 37 Mitarbeiter.

Insgesamt meldeten 142 Gläubiger Forderungen von rund 4,25 Millionen Euro an. Anerkannt sind rund 2,56 Millionen Euro. Das notwendige Sanierungsvolumen von gut einer halben Million Euro gilt laut Verwalter als gesichert, auch dank Gesellschafterzuschüssen und einer wieder stabileren Auftragslage.

Das waren die Meldungen dieses Morgens. Was weiter im Tag passiert, lesen Sie ab 14 Uhr auf immomedien.at

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 03. März 2026 - zuletzt bearbeitet am 03. März 2026


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AutorLaura Fürst
Tags
immoflash morgenjournal
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Insolvenz
noratis
arev
LAWOG
Sanierung

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