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Ziegel aus dem U-Bahn-Tunnel

Aushub aus der U2xU5-Baustelle wird zu wienerberger-Ziegeln für den regulären Baustoffmarkt.

U-Bahn-Ausbau wird zum Praxisbeispiel für urbane Kreislaufwirtschaft

Im Rahmen eines Pilotprojekts der Wiener Linien und wienerberger, wird Aushubmaterial der U2-Verlängerung nicht deponiert, sondern als Rohstoff für die Ziegelproduktion genutzt. Konkret kommt der im Tunnelvortrieb gewonnene Ton in der Herstellung neuer Baustoffe zum Einsatz.

Insgesamt sollen rund 2,8 Millionen Ziegel entstehen, was dem Materialbedarf von etwa 1.000 Einfamilienhäusern entspricht. Die Produktion erfolgt in regionalen Werken und greift auf bestehende industrielle Prozesse zurück. Das aufbereitete Material erfüllt laut Angaben der Projektpartner:innen die gleichen technischen Anforderungen wie konventionell gewonnener Ton – etwa in Bezug auf Tragfähigkeit, Wärmedämmung und Schallschutz.

Stoffströme in urbanen Räumen effizienter nutzen

Anstatt Bodenaushub als Abfall zu behandeln, wird er als Sekundärrohstoff in den Baustoffkreislauf integriert. Dies reduziert Deponievolumen, schont natürliche Ressourcen und verkürzt Transportwege durch regionale Verarbeitung. Für die beteiligten Akteur:innen steht dabei vor allem die Skalierbarkeit im Fokus. Die laufende U-Bahn-Erweiterung liefert kontinuierlich Material, wodurch sich das Konzept auch für zukünftige Bauabschnitte prüfen lässt.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 20. März 2026 - zuletzt bearbeitet am 20. März 2026


GS
AutorGustav Schocher
Tags
Wienerberger
wiener linien
Stadt Wien
U-Bahn-Tunnel
Ziegelherstellung
Ton
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