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Zinshaus-Reset: Einkaufschance oder Kostenfalle?
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Und das sind die Schlagzeilen des Tages:
Zinshaus-Reset: Einkaufschance oder Kostenfalle?
Miet-Zoff: Kritik an Wiener Wohnpolitik
Kunst-Spektakel am APA-Turm
Und jetzt die Meldungen im Detail:
Zinshaus-Reset: Einkaufschance oder Kostenfalle?
Auf dem Wiener Immobilienmarkt spielt sich derzeit ein bemerkenswertes Phänomen ab: Zinshäuser kosten im Einkauf teilweise wieder so viel wie im Jahr 2016. Laut der Immobilienrendite AG liegen die Preise aktuell oft bei rund 2.000 Euro pro Quadratmeter. Doch wer jetzt auf billiges Wohnen hofft, wird enttäuscht. Die Krise der letzten Jahre hat zwar die überhitzten Preise korrigiert, aber gleichzeitig die Renditen eines ganzen Jahrzehnts aufgefressen.
Das Problem für die Branche: Während die Grundstücke billiger werden, explodieren die Kosten für Sanierung und Bau. Material und Löhne sind heute bis zu 70 Prozent teurer als vor 10 Jahren. Ein Dachbodenausbau schlägt mittlerweile mit rund 5.000 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Hinzu kommen strenge Auflagen der Wiener Bauordnung, die den Wohnbau zusätzlich verteuern.
Trotz günstigerer Einkaufspreise für Investoren werden Wohnungen nicht billiger. Im Gegenteil: Experten warnen, dass durch stagnierende Genehmigungen und harte Regulierung bis zum Jahr 2030 rund 100.000 Wohnungen in Wien fehlen könnten. Der Trend 2026 zeigt also deutlich: Das „Upcycling“ von Gewerbeobjekten wird immer attraktiver, während der klassische Wohnbau mit massiven Hürden kämpft.
Miet-Zoff: Kritik an Wiener Wohnpolitik
Zwischen der neuen Wiener Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch und den Vermietervertretern fliegen die Fetzen. Der Eigentümerbund ÖHGB kritisiert die Pläne der Stadträtin für strengere Mietobergrenzen und Strafen scharf als „reinen Populismus“. Laut ÖHGB-Präsident Martin Prunbauer ignoriere die Stadt die massiv gestiegenen Sanierungskosten, während sie selbst Gebühren für Müll und Wasser laufend erhöht.
Ein zentraler Kritikpunkt: Die massive Fehlbelegung im Gemeindebau. Fast 40 Prozent der Wiener Spitzenverdiener leben in geförderten Wohnungen und blockieren so den Platz für jene, die ihn wirklich brauchen. Der ÖHGB fordert deshalb, dass Gutverdiener im Sozialbau höhere Mieten zahlen müssen, anstatt den privaten Sektor immer weiter zu regulieren. Da die Baubewilligungen bereits um 40 Prozent eingebrochen sind, drohe die Krise am Wiener Markt durch die aktuelle Politik weiter anzuheizen.
Kunst-Spektakel am APA-Turm
Nach 21 Jahren Stillstand kommt endlich Leben in den markanten APA-Turm in Wien-Döbling. Als Paukenschlag für die Neugestaltung des Areals entsteht dort derzeit Österreichs größtes Wandgemälde. Auf über 1.100 Quadratmetern verewigt sich der spanische Star-Künstler Okuda San Miguel an der Fassade des 52 Meter hohen Turms. Das farbenfrohe Werk ist der Auftakt für ein riesiges Stadtentwicklungsprojekt auf dem 2,5 Hektar großen Gelände.
Die Buwog, die das Areal nach der Signa-Pleite übernommen hat, plant dort gemeinsam mit der Stadt Wien ein modernes Quartier mit Wohnungen, Büros und klimaangepassten Freiflächen. Wie genau das neue Grätzel aussehen wird, entscheiden auch die Bürger mit: Am 7. Mai startet ein Beteiligungsprozess, bei dem Anrainer ihre Ideen direkt einbringen können. Ob der leerstehende Turm selbst erhalten bleibt oder einem Neubau weicht, ist derzeit noch offen – sicher ist nur, dass der Standort ein Hochhaus-Hotspot bleibt.
Das waren die Meldungen dieses Morgens. Was weiter im Tag passiert, lesen Sie ab 14 Uhr auf immomedien.at.
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Miet-Zoff: Kritik an Wiener Wohnpolitik
Kunst-Spektakel am APA-Turm
Und jetzt die Meldungen im Detail:
Zinshaus-Reset: Einkaufschance oder Kostenfalle?
Auf dem Wiener Immobilienmarkt spielt sich derzeit ein bemerkenswertes Phänomen ab: Zinshäuser kosten im Einkauf teilweise wieder so viel wie im Jahr 2016. Laut der Immobilienrendite AG liegen die Preise aktuell oft bei rund 2.000 Euro pro Quadratmeter. Doch wer jetzt auf billiges Wohnen hofft, wird enttäuscht. Die Krise der letzten Jahre hat zwar die überhitzten Preise korrigiert, aber gleichzeitig die Renditen eines ganzen Jahrzehnts aufgefressen.
Das Problem für die Branche: Während die Grundstücke billiger werden, explodieren die Kosten für Sanierung und Bau. Material und Löhne sind heute bis zu 70 Prozent teurer als vor 10 Jahren. Ein Dachbodenausbau schlägt mittlerweile mit rund 5.000 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Hinzu kommen strenge Auflagen der Wiener Bauordnung, die den Wohnbau zusätzlich verteuern.
Trotz günstigerer Einkaufspreise für Investoren werden Wohnungen nicht billiger. Im Gegenteil: Experten warnen, dass durch stagnierende Genehmigungen und harte Regulierung bis zum Jahr 2030 rund 100.000 Wohnungen in Wien fehlen könnten. Der Trend 2026 zeigt also deutlich: Das „Upcycling“ von Gewerbeobjekten wird immer attraktiver, während der klassische Wohnbau mit massiven Hürden kämpft.
Miet-Zoff: Kritik an Wiener Wohnpolitik
Zwischen der neuen Wiener Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch und den Vermietervertretern fliegen die Fetzen. Der Eigentümerbund ÖHGB kritisiert die Pläne der Stadträtin für strengere Mietobergrenzen und Strafen scharf als „reinen Populismus“. Laut ÖHGB-Präsident Martin Prunbauer ignoriere die Stadt die massiv gestiegenen Sanierungskosten, während sie selbst Gebühren für Müll und Wasser laufend erhöht.
Ein zentraler Kritikpunkt: Die massive Fehlbelegung im Gemeindebau. Fast 40 Prozent der Wiener Spitzenverdiener leben in geförderten Wohnungen und blockieren so den Platz für jene, die ihn wirklich brauchen. Der ÖHGB fordert deshalb, dass Gutverdiener im Sozialbau höhere Mieten zahlen müssen, anstatt den privaten Sektor immer weiter zu regulieren. Da die Baubewilligungen bereits um 40 Prozent eingebrochen sind, drohe die Krise am Wiener Markt durch die aktuelle Politik weiter anzuheizen.
Kunst-Spektakel am APA-Turm
Nach 21 Jahren Stillstand kommt endlich Leben in den markanten APA-Turm in Wien-Döbling. Als Paukenschlag für die Neugestaltung des Areals entsteht dort derzeit Österreichs größtes Wandgemälde. Auf über 1.100 Quadratmetern verewigt sich der spanische Star-Künstler Okuda San Miguel an der Fassade des 52 Meter hohen Turms. Das farbenfrohe Werk ist der Auftakt für ein riesiges Stadtentwicklungsprojekt auf dem 2,5 Hektar großen Gelände.
Die Buwog, die das Areal nach der Signa-Pleite übernommen hat, plant dort gemeinsam mit der Stadt Wien ein modernes Quartier mit Wohnungen, Büros und klimaangepassten Freiflächen. Wie genau das neue Grätzel aussehen wird, entscheiden auch die Bürger mit: Am 7. Mai startet ein Beteiligungsprozess, bei dem Anrainer ihre Ideen direkt einbringen können. Ob der leerstehende Turm selbst erhalten bleibt oder einem Neubau weicht, ist derzeit noch offen – sicher ist nur, dass der Standort ein Hochhaus-Hotspot bleibt.
Das waren die Meldungen dieses Morgens. Was weiter im Tag passiert, lesen Sie ab 14 Uhr auf immomedien.at.
LF
AutorLaura Fürst
Tags
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