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Zwangsversteigerungen stark gestiegen

Wohn- und Gewerbeimmos betroffen

Die Zahl der anberaumten Zwangsversteigerungstermine in Österreich ist 2025 deutlich gestiegen. Laut Daten von SmartFacts Data Services GmbH wurden 1.559 Termine angesetzt – ein Plus von 42,8 Prozent gegenüber 2024 mit 1.092 Verfahren. Betroffen sind vor allem Wohn- und Gewerbeimmobilien, während Grundstücke leicht rückläufig waren.

Bei Wohnimmobilien erhöhte sich die Zahl der Termine um 54,6 Prozent, bei Gewerbeimmobilien um 52,1 Prozent. Grundstücke verzeichneten hingegen einen Rückgang von 7,1 Prozent. Entsprechend verschob sich auch die Marktstruktur: 62 Prozent der Termine entfielen 2025 auf Wohnimmobilien, 26 Prozent auf Gewerbeobjekte und 12 Prozent auf Grundstücke. Langfristig lag die Verteilung bei 59, 25 und 16 Prozent.

Noch dynamischer entwickelte sich das Schätzwertvolumen. Es stieg von 437 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 705 Millionen Euro im Jahr 2025 – ein Zuwachs von 61,5 Prozent. Besonders stark fiel das Plus bei Wohnimmobilien mit 84,3 Prozent aus. Gewerbeobjekte legten um 58,9 Prozent zu, während Grundstücke ein Minus von 10,7 Prozent verzeichneten.

Regional bleibt Niederösterreich mit rund einem Viertel aller Termine an der Spitze. Wien und die Steiermark folgen mit jeweils knapp einem Viertel Marktanteil. Oberösterreich rückte mit rund 12 Prozent auf Rang vier vor. Deutlich rückläufig waren die Zahlen im Burgenland (-41,6 Prozent) und in Salzburg (-48,4 Prozent). Kärnten blieb nahezu stabil (-1,2 Prozent). Vorarlberg verzeichnete mit plus 109,1 Prozent den stärksten Anstieg.

Auch pro Kopf zeigt sich die Entwicklung klar: Die Zahl der anberaumten Termine stieg von 11,9 auf 17,0 pro 100.000 Einwohner und erreichte damit wieder das Niveau der Jahre 2017 und 2018.

SmartFacts erfasst seit 2007 sämtliche Zwangsversteigerungsobjekte in Österreich, inklusive Bewertungen, Schätzwerten und erzielten Erlösen. Die aktuellen Zahlen deuten auf eine deutliche Marktverschiebung hin, deren Ursachen über reine Preisentwicklungen hinausgehen dürften.
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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 26. Februar 2026 - zuletzt bearbeitet am 05. März 2026


LF
AutorLaura Fürst
Tags
Zwangsversteigerungen
Österreich
Wohnimmobilien
gewerbeimmobilien
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