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Deutscher Hotelmarkt im Aufwind

Bester Jahresauftakt seit vier Jahren

Der deutsche Hotel-Investmentmarkt meldet sich mit einer beeindruckenden Dynamik zurück. Mit einem Transaktionsvolumen von rund 318 Millionen Euro im ersten Quartal 2026 wurde das Vorjahresergebnis um ein Drittel übertroffen. Laut der aktuellen Analyse von BNP Paribas Real Estate markiert dies den stärksten Jahresstart seit 2022. Besonders bemerkenswert ist die gestiegene Transaktionsdichte, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 50 Prozent zulegte, wobei das Marktgeschehen derzeit vor allem von kleinteiligen Einzeltransaktionen geprägt ist.

Internationale Investoren, insbesondere aus dem angelsächsischen Raum, spielen zum Jahresbeginn eine entscheidende Rolle und zeichnen für mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens verantwortlich. Während in den Segmenten unter 25 Millionen Euro vor allem private Anleger und Eigennutzer dominieren, kehren institutionelle Käufer bei größeren Objekten verstärkt auf den Plan zurück. Die stabilen Übernachtungszahlen und hohen Auslastungsquoten der Hotelbetriebe dienen dabei als wesentliche Vertrauensanker für das Kapital.

Im Standort-Ranking der A-Metropolen führt München mit 85 Millionen Euro das Feld an, was unter anderem auf den Verkauf des Excelsior-Hotels am Hauptbahnhof – der bisher größten Einzeltransaktion des Jahres – zurückzuführen ist. Berlin belegt mit rund 59 Millionen Euro den zweiten Platz. Auch Hamburg und Düsseldorf konnten Zuwächse verbuchen, während Frankfurt, Köln und Stuttgart im ersten Quartal noch keine nennenswerten Abschlüsse verzeichneten. Die Verteilung bleibt somit kleinteilig: Rund 60 Prozent des Umsatzes entfielen auf Objekte unter 25 Millionen Euro.

Trotz volatiler Rahmenbedingungen und Inflation blickt die Branche optimistisch in die Zukunft. Die operativen Kennzahlen wie Zimmerraten und Auslastung haben sich vollständig erholt und steuern auf neue Rekordmarken zu. Da sich auch das Volumen der im Bau befindlichen Projekte wieder ausweitet, gilt ein Erreichen des Vorjahresniveaus beim Transaktionsvolumen bis zum Jahresende als realistisches Ziel. Der Hotelmarkt beweist damit seine Resilienz gegenüber geopolitischen Unsicherheiten.

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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 14. April 2026 - zuletzt bearbeitet am 21. April 2026


LF
AutorLaura Fürst
Tags
Deutschland
Hotel
Analyse
Transaktionsvolumen
BNP Paribas Real Estate
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