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EZB hält Leitzinsen gleich
Inflationsängste drücken mittelfristig nach oben
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Leitzinsen bei der heutigen Juli-Sitzung wie erwartet bei 2,25 Prozent belassen. Doch die vermeintliche Pause könnte trügerisch sein: Obwohl die Inflation zuletzt auf 2,8 Prozent sank, sorgen steigende Ölpreise, geopolitische Konflikte und anhaltende Teuerungsrisiken für neuen Preisdruck. Gleichzeitig schwächt sich das Wirtschaftswachstum im Euroraum weiter ab. Andererseits ist vor dem Hintergrund der mehr als volatilen Weltlage noch gar nicht sicher, ob die Ölpreise in einem Monat noch immer so hoch sind. Aktuell ändert sich alles binnen Tagen – ein Tempo, auf das die Zentralbanken und der gesamte Finanzsektor kaum eingestellt sind und wo Entscheidungen oft noch zu sehr „old school“ getroffen werden.
Für die Währungshüter in Frankfurt steht die Priorität fest: Die Bekämpfung der Inflation dürfte wohl Vorrang vor Konjunktur- und Wachstumsrisiken haben. Die EZB nutzt die Juli-Sitzung daher vor allem, um wichtige Zeit zu gewinnen, neue Wirtschaftsdaten für die Sommermonate und hoffentlich auch die geopolitische Entwicklung abzuwarten. Eine Fortsetzung der im Frühjahr gestarteten Zinssenkungsperiode scheint zumindest vorerst eher ausgeschlossen.
An den Märkten wird der Juli-Entscheid somit lediglich als kurze Atempause gewertet: Für die darauffolgende Sitzung im September räumen Marktteilnehmer einer erneuten Zinserhöhung bereits eine Wahrscheinlichkeit von über 80 Prozent ein. Kevin Thozet, Mitglied des Investment-Komitees bei Carmignac, ordnet die aktuelle Lage für Anleger und Kapitalmärkte wie folgt ein: „Die Pause im Juli ist lediglich vorübergehend. Steigende Ölpreise und geopolitische Konflikte sorgen für neuen Preisdruck. Da für die EZB die Bekämpfung der Inflation Vorrang vor Wachstumsrisiken hat, bleibt eine Zinsanhebung im September das Hauptszenario.“
Für die ohnedies schon überstrapazierte Immobilienbranche aktuell also keine guten Vorzeichen.
Für die Währungshüter in Frankfurt steht die Priorität fest: Die Bekämpfung der Inflation dürfte wohl Vorrang vor Konjunktur- und Wachstumsrisiken haben. Die EZB nutzt die Juli-Sitzung daher vor allem, um wichtige Zeit zu gewinnen, neue Wirtschaftsdaten für die Sommermonate und hoffentlich auch die geopolitische Entwicklung abzuwarten. Eine Fortsetzung der im Frühjahr gestarteten Zinssenkungsperiode scheint zumindest vorerst eher ausgeschlossen.
An den Märkten wird der Juli-Entscheid somit lediglich als kurze Atempause gewertet: Für die darauffolgende Sitzung im September räumen Marktteilnehmer einer erneuten Zinserhöhung bereits eine Wahrscheinlichkeit von über 80 Prozent ein. Kevin Thozet, Mitglied des Investment-Komitees bei Carmignac, ordnet die aktuelle Lage für Anleger und Kapitalmärkte wie folgt ein: „Die Pause im Juli ist lediglich vorübergehend. Steigende Ölpreise und geopolitische Konflikte sorgen für neuen Preisdruck. Da für die EZB die Bekämpfung der Inflation Vorrang vor Wachstumsrisiken hat, bleibt eine Zinsanhebung im September das Hauptszenario.“
Für die ohnedies schon überstrapazierte Immobilienbranche aktuell also keine guten Vorzeichen.
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AutorGerhard Rodler
Tags
inflation
EZB
Leitzinsen
Frankfurt
Zinserhöhung
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