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Rekordstrafe im Baukartell

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Und das sind die Schlagzeilen des Tages:

Rekordstrafe im Baukartell
Bundesbank stoppt Milliarden-Umbau
Wiener Maklerfirma insolvent

Und jetzt die Meldungen im Detail:

Rekordstrafe im Baukartell

Das Wiener Kartellgericht verhängt die höchste Kartellstrafe, die Österreich je gesehen hat. Der Baukonzern Strabag muss im Baukartellverfahren rund einhundertsechsundvierzig Millionen Euro zahlen. Ursprünglich lag die Strafe bei rund fünfundvierzig Millionen Euro.

Der Grund: Das Gericht erkennt der Strabag den Kronzeugenstatus ab. Die Bundeswettbewerbsbehörde hatte neue Hinweise vorgelegt und eine Neubewertung beantragt. Laut Verfahren wurden Hinweise auf mögliche Absprachen bei drei Bauprojekten im Rahmen des Kronzeugenprogramms nicht gemeldet.

Das Baukartell gilt als eines der größten der zweiten Republik. Mehr als zwanzig Bauunternehmen waren beteiligt. Die Absprachen betrafen tausende Projekte im Hoch- und Tiefbau zwischen zweitausendzwei und zweitausendsiebzehn – darunter auch Straßenbauprojekte.

Aufgedeckt wurde das Kartell bereits zweitausendsechzehn, nachdem bei der Kärntner Baufirma Kostmann entsprechende Unterlagen gefunden wurden. In den Jahren danach verhängten die Behörden gegen zahlreiche Unternehmen Geldstrafen, unter anderem gegen Porr, Swietelsky und die Habau Group.
Mit der Entscheidung gegen Strabag sind nun alle Baukartellverfahren abgeschlossen. Insgesamt summieren sich die Strafen laut Wettbewerbsbehörde auf knapp dreihundert Millionen Euro.

Die Strabag akzeptiert die höhere Geldbuße und spricht von einer einvernehmlichen Lösung, um ein weiteres langes Verfahren zu vermeiden. Trotz der zusätzlichen Belastung hält der Konzern an seinen Ergebnisprognosen fest.

Bundesbank stoppt Milliarden-Umbau

Paukenschlag in der Bankenstadt Frankfurt. Die Deutsche Bundesbank beendet ihre Pläne für den milliardenschweren Umbau der historischen Zentrale. Der Vorstand hat entschieden, den bisherigen Hauptsitz aufzugeben und einen neuen Standort zu suchen.

Damit endet ein Projekt, das eigentlich den alten Gebäudekomplex im Norden von Frankfurt am Main modernisieren sollte. Doch die Kosten stiegen stark an, die Planungen wurden immer komplexer. Am Ende zog die Bundesbank die Konsequenz und stoppte das Vorhaben komplett.

Besonders brisant: Auf dem Gelände lagern auch große Teile der deutschen Goldreserven. Eine Rückkehr dorthin ist nun endgültig vom Tisch.
Wo genau der neue Hauptsitz entstehen wird, ist noch offen. Klar ist nur: Die bisherige Zentrale könnte künftig eine neue Nutzung bekommen.

Wiener Maklerfirma insolvent

Die nächste Insolvenz trifft den Wiener Immobilienmarkt. Die Magic Square Immobilien hat beim Handelsgericht Wien ein Sanierungsverfahren beantragt.
Das Unternehmen ist seit zweitausendelf als Immobilientreuhänder tätig und bietet unter anderem Hausverwaltung, Maklertätigkeiten und Bauträgerleistungen an. Jetzt steht die Firma mit rund sechs Komma sieben Millionen Euro in der Kreide.

Laut Angaben von Creditreform führten mehrere Faktoren zur Pleite. Stark gestiegene Baukosten seit der Covid-Krise, Probleme im Baumanagement und Mehrkosten, die nicht an Kunden weitergegeben werden konnten. Zusätzlich belasteten übernommene Haftungen und die schwache Entwicklung am Wiener Wohnungsmarkt.

Betroffen sind drei Mitarbeiter und vierzehn Gläubiger. Dem stehen Vermögenswerte von rund einhundertzweiunddreißigtausend Euro gegenüber.
Trotzdem versucht das Unternehmen eine Sanierung. Den Gläubigern wird eine Quote von zwanzig Prozent angeboten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Matthias Schmidt bestellt.

Das waren die Meldungen dieses Morgens. Was weiter im Tag passiert, lesen Sie ab 14 Uhr auf immomedien.at.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 11. März 2026 - zuletzt bearbeitet am 11. März 2026


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AutorLaura Fürst
Tags
Strabag
Kartellstrafe
Frankfurt
Magic Square Immobilien
Insolvenz
Sanierung
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