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EZB lässt Leitzinsen wohl unverändert
EZB bleibt still, Märkte hören genau hin
Der Fokus der Finanz- und Immobilienmärkte richtet sich diese Woche auf die Europäische Zentralbank. Bei ihrer Sitzung am 5. Februar 2026 wird die EZB den Einlagensatz nach Einschätzung von Kevin Thozet, Mitglied des Investment-Komitees bei Carmignac, unverändert bei 2,0 Prozent belassen. Ort und Zeitpunkt sind dabei weniger überraschend als die Signalwirkung: Die Notenbank bleibt abwartend, während sich Inflation, Wachstum und Wechselkurs in einer sensiblen Balance bewegen.
„Im Einklang mit der in der zweiten Jahreshälfte 2025 festgelegten geldpolitischen Ausrichtung wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlagensatz bei ihrer Sitzung am 5. Februar 2026 unverändert bei 2,0 Prozent belassen wird.“ Dass bei dieser Sitzung keine aktualisierten EZB-Prognosen vorliegen, verengt laut Thozet den Spielraum für neue kommunikative Akzente zusätzlich.
Makroökonomisch zeigt sich die Eurozone robuster als noch vor einem Jahr erwartet. Die jüngsten Inflationsdaten liegen nahe an den EZB-Prognosen, auch wenn höhere Rohstoff- und Ölpreise die Erwartungen zuletzt wieder steigen ließen. Gleichzeitig stützt der Dienstleistungssektor das Wachstum, während sich die Industrie – insbesondere rüstungsnahe Bereiche – stabilisiert. „Die Konsumenten sind bereit, sich Urlaub zu leisten, auch wenn sie an anderer Stelle sparen“, wird diese Entwicklung zusammengefasst.
Für den Immobilienmarkt, insbesondere in Österreich und Wien, bedeutet das 2026 anhaltend stabile, aber keine sinkenden Finanzierungskosten. Die Phase rascher Zinssenkungen ist vorerst beendet, was Investitionen weiterhin selektiv macht. In Kombination mit der KIM-Verordnung, stagnierenden Baukosten und anhaltender Neubauknappheit bleibt der Druck auf Entwickler hoch, während Bestandsobjekte mit stabilen Cashflows profitieren.
Die Märkte rechnen laut Thozet für 2026 lediglich mit einer moderaten Zinssenkung um sechs Basispunkte, langfristig sogar mit einer Zinserhöhung bis Ende 2027. Gleichzeitig gewinnen europäische Zinsmärkte als Absicherung an Attraktivität, nicht zuletzt wegen ihrer Underperformance gegenüber den USA im Jahr 2025.
Besonders aufmerksam verfolgt wird der Wechselkurs. Der Euro hat zuletzt die Marke von 1,20 US-Dollar überschritten und liegt damit rund 17 Prozent über seinem Tief von 2025. „Eine starke und anhaltende Euro-Aufwertung könnte die Inflations- und Wachstumsprognosen der EZB dämpfen und möglicherweise die Tür für eine lockerere Geldpolitik wieder öffnen.“ Genau hier dürfte sich entscheiden, wie lange die EZB ihre geldpolitische Ruhe bewahren kann.
„Im Einklang mit der in der zweiten Jahreshälfte 2025 festgelegten geldpolitischen Ausrichtung wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlagensatz bei ihrer Sitzung am 5. Februar 2026 unverändert bei 2,0 Prozent belassen wird.“ Dass bei dieser Sitzung keine aktualisierten EZB-Prognosen vorliegen, verengt laut Thozet den Spielraum für neue kommunikative Akzente zusätzlich.
Makroökonomisch zeigt sich die Eurozone robuster als noch vor einem Jahr erwartet. Die jüngsten Inflationsdaten liegen nahe an den EZB-Prognosen, auch wenn höhere Rohstoff- und Ölpreise die Erwartungen zuletzt wieder steigen ließen. Gleichzeitig stützt der Dienstleistungssektor das Wachstum, während sich die Industrie – insbesondere rüstungsnahe Bereiche – stabilisiert. „Die Konsumenten sind bereit, sich Urlaub zu leisten, auch wenn sie an anderer Stelle sparen“, wird diese Entwicklung zusammengefasst.
Für den Immobilienmarkt, insbesondere in Österreich und Wien, bedeutet das 2026 anhaltend stabile, aber keine sinkenden Finanzierungskosten. Die Phase rascher Zinssenkungen ist vorerst beendet, was Investitionen weiterhin selektiv macht. In Kombination mit der KIM-Verordnung, stagnierenden Baukosten und anhaltender Neubauknappheit bleibt der Druck auf Entwickler hoch, während Bestandsobjekte mit stabilen Cashflows profitieren.
Die Märkte rechnen laut Thozet für 2026 lediglich mit einer moderaten Zinssenkung um sechs Basispunkte, langfristig sogar mit einer Zinserhöhung bis Ende 2027. Gleichzeitig gewinnen europäische Zinsmärkte als Absicherung an Attraktivität, nicht zuletzt wegen ihrer Underperformance gegenüber den USA im Jahr 2025.
Besonders aufmerksam verfolgt wird der Wechselkurs. Der Euro hat zuletzt die Marke von 1,20 US-Dollar überschritten und liegt damit rund 17 Prozent über seinem Tief von 2025. „Eine starke und anhaltende Euro-Aufwertung könnte die Inflations- und Wachstumsprognosen der EZB dämpfen und möglicherweise die Tür für eine lockerere Geldpolitik wieder öffnen.“ Genau hier dürfte sich entscheiden, wie lange die EZB ihre geldpolitische Ruhe bewahren kann.
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AutorLaura Fürst
Tags
2026
2025
EZB
Kevin Thozet
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