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Trendwende bei Wohnungspreisen

Geringe Neubautätigkeit sorgt für Preisanstieg

In den kommenden Jahren wird Österreich mit einer massiven Wohnungsknappheit konfrontiert werden. Das bestätigt auch der kürzlich erschienene Jahresbericht von Immo Analytics. Zudem wird eine Trendwende bei den Wohnungspreisen erwartet: Die Zeit der Schnäppchenjagd ist wohl vorbei.

Die Neubautätigkeit befindet sich laut der Analyse im freien Fall. Bereits ab 2026 wird die Neuflächenproduktion sowohl bei Miet- als auch bei Eigentumswohnungen den tatsächlichen Bedarf klar verfehlen. Damit steuert der Wohnungsmarkt auf eine spürbare Unterversorgung zu, die – gemeinsam mit der wieder steigenden Zahl an Transaktionen – einen erheblichen Preisdruck nach oben erwarten lässt.

„Bislang konnte dieser Preisanstieg im Neubausegment noch gedämpft werden, weil zahlreiche nahezu neuwertige Wohnungen aus der Zeit des Baubooms bis 2021 wieder auf den Markt kamen. Dabei handelte es sich vor allem um Verkäufe von Investoren, die in den vergangenen Jahren günstig eingestiegen sind und nun Gewinne realisieren, sowie um Erbschaften, die rasch liquidiert wurden. Dieses zusätzliche Angebot wirkt jedoch nur temporär – und läuft spürbar aus“, so Immo-Analytics-Geschäftsführer Gregor Pfeiffer zur Situation.

Besonders dramatisch ist die Lage im neuwertigen Mietsegment, wo aufgrund der steigenden Nachfrage und des geringen neu hinzukommenden Angebots deutliche Mietpreissteigerungen zu erwarten sind. Gregor Pfeiffer: „Hier stellt sich nicht die Frage, ob das Glas halb voll oder halb leer ist – sondern, wann überhaupt wieder ausreichend Wasser nachkommt.“

Die Bruttoverkaufspreise sind nach ihrem Allzeithoch im Jahr 2022 in den Jahren 2023 und 2024 in den meisten Marktsegmenten nominell leicht gesunken, haben jedoch 2025 bereits wieder angezogen. Diese Entwicklung ist teilweise auf Veränderungen im Angebot zurückzuführen: Während 2024 noch viele Erstbezugswohnungen mit den Fertigstellungsjahren 2022 und 2023 verkauft wurden, kamen 2025 verstärkt gänzlich neue Objekte auf den Markt.

Unabhängig davon zeigt sich bereits deutlich, dass künftig mit weiter steigenden Wohnungspreisen zu rechnen ist. So ging der Verhandlungsspielraum im Jahr 2025 in nahezu allen Segmenten zurück. Lediglich bei unsanierten Altbauwohnungen stieg der Verhandlungserfolg an – eine Entwicklung, die teilweise den politischen Entscheidungen des vergangenen Jahres geschuldet ist.

Die Anzahl der Transaktionen stieg 2025 im Vergleich zu den beiden Vorjahren deutlich an, liegt jedoch weiterhin rund ein Drittel unter dem Höchststand des Jahres 2021. „Eine verlässliche Einschätzung ist aufgrund der erheblichen Verzögerungen im Grundbuch zwar noch nicht möglich, doch eines steht bereits fest: Mit geschätzt rund 12.600 Transaktionen bleibt der Markt weiterhin deutlich unter seinem Potenzial. Die aktuelle Belebung ist aus Sicht von Entwicklern und Verkäufern bestenfalls eine zaghafte Erholung“, so Gregor Pfeiffer.


 
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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 12. Januar 2026 - zuletzt bearbeitet am 29. Januar 2026


SP
AutorStefan Posch
Tags
immo analytics
Gregor Pfeiffer
Analyse
Wohnmarkt

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