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Wienwert-Prozess: Zeugen entlasten

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Und das sind die Schlagzeilen des Tages:

Wienwert-Prozess: Zeugen entlasten
Goldgrube Rechenzentren
Café Central schließt für Generalsanierung

Und jetzt die Meldungen im Detail:

Wienwert-Prozess: Zeugen entlasten

Im Wienwert-Prozess rückt ein SPÖ-Bezirkschef weiter ins Rampenlicht – doch neue Zeugenaussagen entlasten ihn. Am Wiener Landesgericht sagen mehrere Zeugen aus, dass Ernst Nevrivy problemlos über private Kontakte an wie-ei-pie-Tickets für Fußballspiele kommen konnte. Damit stellen sie den Vorwurf infrage, der Politiker habe sich von Wienwert-Chef Stefan Gruze mit Karten für das Wiener Derby oder Länderspiele beeinflussen lassen.

Auch beim Sponsoring der Band „Wiener Wahnsinn“ sehen Zeugen keinen direkten Zusammenhang mit politischen Gefälligkeiten. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wirft Nevrivy vor, interne Infos zu einem Öffi-Projekt verraten zu haben. Der Schaden für die Stadt Wien soll bei rund 850.000 Euro liegen. Beide Angeklagten bestreiten alles. Der Fall zeigt, wie eng Politik, Kultur und Immobilienbranche in Wien teils vernetzt sind. Der Prozess geht Anfang Mai weiter.

Goldgrube Rechenzentren

Rechenzentren entwickeln sich gerade zur Goldgrube am Immobilienmarkt. Besonders rund um Frankfurt zahlen Betreiber inzwischen bis zu dreitausendfünfhundert Euro pro Quadratmeter Grundstück – deutlich mehr als bei klassischen Gewerbeansiedlungen. Für viele Kommunen klingt das nach einem sicheren Geschäft. Doch immer öfter sagen Städte und Gemeinden trotzdem Nein. Der Grund: Rechenzentren verbrauchen enorme Mengen Strom, schaffen vergleichsweise wenige Jobs und bringen oft weniger Gewerbesteuer als erwartet.

Dazu kommen Kritik an der Architektur und Widerstand von Bürgerinitiativen. Auch in Österreich rückt das Thema stärker in den Fokus. Rund um Wien prüfen Investoren zunehmend Standorte für neue Datacenter. Mit dem Boom von Cloud, KI und Datenverkehr dürfte die Nachfrage nach geeigneten Flächen in Europa – und damit auch in Österreich – weiter steigen.

Café Central schließt für Generalsanierung

Eines der berühmtesten Kaffeehäuser Wiens macht jetzt eine Pause. Das Café Central schließt planmäßig für eine umfassende Generalsanierung. Zum 150-jährigen Jubiläum investiert Betreiber Verkehrsbüro in neue Technik, modernisierte Küchen und eine energetische Aufrüstung des historischen Gebäudes im Palais Ferstel. Ziel ist es, den denkmalgeschützten Bestand zu erhalten und gleichzeitig den Betrieb fit für die Zukunft zu machen.

Die Wiedereröffnung ist für Herbst 2026 geplant. Bis dahin zieht das traditionsreiche Kaffeehaus vorübergehend in ein Pop-up auf der Freyung. Dort läuft das „Decentral“ als Ausweichstandort weiter – mit klassischer Wiener Kaffeehauskultur, nur ein paar Schritte entfernt vom Original. Für Wien ist die Sanierung auch ein touristisches Signal: Das historische Literatencafé soll rechtzeitig zum Jubiläum wieder im neuen Glanz eröffnen.

Das waren die Meldungen dieses Morgens. Was weiter im Tag passiert, lesen Sie ab 14 Uhr auf immomedien.at.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 16. März 2026 - zuletzt bearbeitet am 16. März 2026


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AutorLaura Fürst
Tags
wienwert-prozess
Ernst Nevrivy
Rechenzentrum
rechenzentren
Café Central
Wien
Sanierung
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