Immomedien
Marktimmomedien.atimmoflash.at
 / Lesezeit 2 min

Neubau wächst europaweit

Wohnungsbau vor Comeback

Nach drei schwierigen Jahren zeigt sich im europäischen Wohnungsbau eine Trendwende. Das geht aus der 100. Ausgabe der halbjährlichen Branchenanalyse des Forschungs- und Beratungsnetzwerks EuroOCONSTRUCT hervor. In den 19 untersuchten Ländern (EC-19) war der Neubau von Wohnimmobilien zwischen 2023 und 2025 das am stärksten betroffene Segment. Nun mehren sich die Anzeichen für eine Stabilisierung.
Nach zwei Jahren mit deutlichen Rückgängen habe sich die Bautätigkeit 2025 gefestigt, unter anderem infolge einer schrittweisen Lockerung der Geldpolitik und der Wiederaufnahme zuvor verschobener Projekte. Für 2026 erwartet EuroOCONSTRUCT im europäischen Wohnungsneubau ein Wachstum der Bauausgaben von 4,1 Prozent, für 2027 wird ein Plus von 5,2 Prozent prognostiziert. Besonders Westeuropa (EC-15) soll überdurchschnittlich zulegen – mit 4,4 Prozent im Jahr 2026 und 5,4 Prozent im Jahr 2027.

Stabilisierend wirkte in den vergangenen Jahren das Segment Renovierung und Instandhaltung (R&M). Viele Haushalte verlagerten Investitionen vom Neubau hin zu energetischen Modernisierungen bestehender Gebäude. Impulse kamen von der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Epbd) sowie nationalen Förderprogrammen. Für 2026 und 2027 wird hier allerdings nur noch ein moderates Wachstum von 1,2 beziehungsweise 1,1 Prozent erwartet. In Osteuropa (EC-4) dürfte hingegen die Renovierung überdurchschnittlich wachsen – mit 4,5 Prozent 2026 und 4,3 Prozent 2027.
Für Baukonzerne mit breiter Aufstellung ergeben sich daraus Chancen in beiden Segmenten. Die österreichische Porr etwa ist sowohl im Wohnungsneubau als auch in der Revitalisierung aktiv. In Berlin-Neukölln errichtet das Unternehmen seit August 2025 ein sechsgeschossiges Wohngebäude mit 142 Wohnungen und rund 14.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Das Projekt ist als Effizienzhaus-40 konzipiert und strebt das Qualitätssiegel „NaWoH/QNG+“ an.

Im Bestand setzt die Porr unter anderem in Wien auf Nachverdichtung und Sanierung. In der Kulmgasse im 17. Bezirk wurden Bestandswohnungen modernisiert, das Dachgeschoss ausgebaut und rund 70 zusätzliche Wohnungen geschaffen. Ergänzt wird das Projekt durch eine Kindertagesstätte und eine Tiefgarage.
Die Prognosen deuten darauf hin, dass der Wohnungsbau in Europa 2026 wieder stärker wachsen dürfte – mit einer langfristigen Verschiebung hin zu energetischer Sanierung und Bestandsentwicklung.
Immomedien

Registrieren. Weiterlesen. Vorteile genießen.

Egal ob Sie exklusive Artikel, ein Unternehmensprofil anlegen oder Applikationen wie unser interaktives Firmenbuch nutzen wollen. Wir haben garantiert das richtige Abo-Paket für Ihre Zwecke parat.

Ihre Vorteile

  • Erstellen eines ausführlichen Personenprofils
  • Testweise 3 Immobilien Magazin Printausgaben
  • Lesezeichen für Artikel, Jobs und Events
  • Erstellen von Pressemitteilungen, Events und Jobs
  • Erstellen eines ausführlichen Firmenprofils
  • Schalten Sie über unsere Abonnements weitere Funktionen frei und erhalten Sie den vollen Zugang zu allen Artikeln!

PRO Abo monatlich

20,- € / Monat exkl. MwSt.

Vorteile entdecken

Pro Abo

120,- € / Jahr exkl. MwSt.

Unlimitierter Zugang zu allen Leistungen inkl. 5 Personen Abos

Vorteile entdecken

Networking AddOn

584,- € / Jahr exkl. MwSt.

Vorteile entdecken

Premium Abo

1.200,- € / Jahr exkl. MwSt.

Erstellen Sie Ihr ausführliches Personenprofil, Zugang zum digitalen Immobilien Magazin

Vorteile entdecken

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 11. Februar 2026 - zuletzt bearbeitet am 27. Februar 2026


LF
AutorLaura Fürst
Tags
Porr
2026
Wohnungsbau
Neubau
euroconstruct
Immomedien
Informiert bleiben.

Treffen Sie eine Selektion unserer Newsletter zu buildingTIMES, immoflash, Immobilien Magazin, immo7news, immojobs, immotermin oder dem Morgenjournal

Jetzt anmelden

© Cachalot Media House GmbH - Alle Rechte vorbehalten